Schauspieler glänzen beim Jubiläum mit Können

- Besonderer Dank gilt den Gründungsmitgliedern

VON ALFRED ZIMMERER Isen - Seine enorme Vitalität bewies der Theaterverein Isen nicht nur die vergangenen 20 Jahre, wie es Erdings Kulturreferent Hartwig Sattelmair ausdrückte, sondern auch auf seiner Jubiläumsveranstaltung im Klement-Saal. Theaterchefin Dorit Höhn hatte für den Abend ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das das Publikum überzeugte und mit viel Applaus quittiert wurde.

Unter den geladenen Gästen befand sich auch Landrat Martin Bayerstorfer. Ein "bisschen stolz" sei er schon auf den Theaterverein, meinte Bürgermeister Siegried Fischer in seinem Grußwort. Und das, obwohl er stets bemüht sei, "Theater zu vermeiden", wie er schmunzelnd anmerkte.

Kurzweilige, spritzige Komödie

An diesem Abend wurde deutlich, wo die Ambitionen der Isener Laiendarsteller liegen. Ansprechende, spritzige Komödien, die vom schauspielerischen Können getragen werden. Genau in diese Kategorie passte das Schlussstück "Das Streichquartett" von Szöke Szakall.

Das Publikum genoss Franz Drasch als gestrengen Direktor Schwarz und Christa Senden als seine wunderbar naive Frau Bella, die mit einem Musikabend Eindruck schinden möchten. Die Musiker wider Willen, die am Ende schier ausflippen, wurden dabei von Oli Zacherl, Bernhard Thalhammer, Franz Liebhardt und Rainer Hansmann genial verkörpert. Ihr exzellentes Können zeigten ebenfalls Martina Nicolai als Hausmädchen Tini und Veronika Senden als Tochter Hanni, die einfallsreich den Musikabend rettet.

Dorit Höhn ehrte viele verdiente Mitglieder mit einem kleinen Präsent. Der Dank galt besonders den beiden noch aktiven Gründungsmitgliedern Marlis Reich und Franz Liebhardt, der auch Initiator des Theatervereins war. Was sie an ihrer engagierten Regisseurin, Näherin und Trösterin haben, machten alle Mitwirkenden mit dem Überraschungs-Ständchen "Die Dorit wird`s schon richten" deutlich. Dass sie auch texten kann, bewies Höhn mit den "Gründerg`schichten", einem Abriss ihres 20-jährigen Theaterlebens. Mit viel Selbstironie ging sie auf so manches Missgeschick und die "Tücken des Theatergeistes" ein. Man erfuhr von Liebhart als dem "Riesen aus Isen" oder den durch ein Bügeleisen selbst verschuldeten Stromausfall während einer Aufführung.

Weiter Vorstellungen diese Woche

Zwischen den beiden Hauptstücken gab es tolle Einlagen. Die Showtanzgruppe "Freedancer" aus Forstern mit ihrem "Moulin Rouge", die jonglierenden und feuerschluckenden Gaukler aus Martinsried sowie die "Hot Socks", die Jugendgruppe mit ihren amüsanten Handpuppen, leisteten Unterhaltung pur. So waren die drei Stunden ein echtes Abbild der letzten 20 Jahre und vergingen wie im Fluge. Weitere Vorstellungen gibt es am 11., 12. und 13. April ab 19.30 Uhr.

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