Ein Scheich eröffnet die neue Moschee

- VON NADJA HOFFMANN Penzberg - Mehr als zwei Jahre lang wurde gebaut und gewerkelt. Langsam, Stück für Stück, entstand die Penzberger Moschee. Das Gebäude an der Bichler Straße wird jedoch mehr sein als ein Gotteshaus. Das "Islamische Forum" (IF) soll ein Gemeindezentrum, eine Begegnungsstätte werden. Feierliche Einweihung ist am 18. September. Angekündigt haben sich dazu Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland, darunter der Emir von Sharjah. Der Scheich hat das Projekt finanziell unterstützt.

Einen ganzen Tag lang wird die Einweihung des "Islamischen Forums" an der Bichler Straße in Penzberg gefeiert. Illustre Namen werden am Morgen Reden halten. Unter den Gästen werden auch Nadeem Elyas, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, und Ahmad al Rawi, Präsident der Förderation Islamischer Organisationen in Europa, sein (siehe Kasten).

Seine Besuch angekündigt hat ebenso Scheich Dr. Sultan bin Muhammed al Qasimi. Der Emir von Sharjah (Vereinigte Arabische Emirate) unterstützt die islamische Gemeinde in Penzberg. Neben diesem wichtigen Sponsor haben die Gemeindemitglieder selbst das Geld für das drei Millionen Euro teure Gemeindeforum aufgebracht. Darin liegt auch der Grund für die längere Bauzeit: Fortschritte waren von den finanziellen Möglichkeiten abhängig.

Sowohl das Minarett als auch die besondere, blaue Glasfassade fehlen bislang noch. Dafür wurde mittlerweile aber die Fassade fertig gestellt. Selbst am gestrigen Sonntag wurde fleißig gearbeitet. Das "Islamische Forum" umfasst 1600 Quadratmeter. Das Gemeindezentrum wird neben einem Gebetssaal über eine Bibliothek, Unterrichtsräume und einen Mehrzwecksaal verfügen. Außerdem gibt es eine Wohnung.

Die Islamische Gemeinde hat eigenen Angaben nach vor, in ihrem Forum Deutschkurse für ausländische Mitbürger anzubieten. Außerdem soll es eine Spielgruppe und einen Kinderhort mit Hausaufgabenbetreuung geben. Außerdem hat der Verein im neuen Forum nun ausreichend Platz für seine vielen Aktivitäten. Dazu zählen Religionsunterricht für Kinder, Erwachsenen-Fortbildungen, Wochenendtreffs für Jugendliche und auch Theateraufführungen.

Die Feier beginnt am Sonntag, 18. September, um 11 Uhr mit Reden und Musik. Offizielle Eröffnung durch den Emir ist um 13 Uhr. Um 15 Uhr beginnt ein Konzert der Gruppe "El-Fatih", um 17 Uhr eine Gesprächsrunde zum Thema "Die Zukunft der Muslime in Europa".

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