TSV Schongau zieht Jahresbilanz

Schongau - Im Jakob-Pfeiffer-Haus trafen sich die Vertretungen der Abteilungen zur Delegiertentagung des TSV Schongau. Alle 14 angeschlossenen Vereine waren durch ihre Delegierten anwesend und präsentierten ihre Sparten in einem Abteilungsheft in schriftlicher Form.

Kritikpunkte gab es bei der Delegiertenversammlung keine. Das freut die Mitglieder, die sich bewusst sein können, dass in ihrem Sinne und zum Wohle des Sports in der Stadt am Lech gearbeitet wird. Einige Sorgen bleiben aber, und die betreffen die Finanzen. „Unsere Liegenschaften verschlingen viel Geld“, klagte Vorsitzender Hannes Rauch, der allerdings wie die Kollegen die Notwendigkeit erkannte, die Gebäude nicht brachliegen zu lassen. Trotz riesiger Eigenleistungen wurden vor allem für das Vereinsheim der Fußballer am TSV-Platz und die Eishalle Zuwendungen nötig.

Auf 167 000 Euro bezifferte Kassier Thomas Geiger die Aufwendungen für bauliche Maßnahmen im vorigen Jahr.

Eine weitere gestiegene Kostenstelle nannte der oberste Sportlerchef in der Stadt am Lech die Strompreise, die enorm gestiegen sind und höher liegen als erwartet wurde.

Die Einnahmen betrugen 2009 exakt 241 464 Euro, denen 339 612 Euro Ausgaben gegenüberstanden. Inzwischen wurden Guthaben und Darlehen um die 109 000 Euro weitgehend ausgeglichen. „Aber das Jahr 2010 ist noch nicht vorbei, und es kommen noch viele Ausgaben auf uns zu“, mahnte Geiger. Dennoch gab er Entwarnung: „Es geht einigermaßen um, und der TSV steht auf gesunden Beinen“, bekräftigte der Kassier.

Die wesentlichen Einnahmeposten waren im vorigen Jahr die Beiträge mit 91 800 Euro, Altpapiersammlungen 32 000 Euro, Zuschüsse von der Stadt und auch dem Landratsamt 102 600 Euro, und Mitbenutzung Eishalle 10 000 Euro. Ausgaben bereiteten die Rückführung der Altpapiersammlung (32 000) an die Sparten, Gehälter von 12 000 Euro, Abgaben von 7000 Euro, Übungsleiterkosten 42 000 Euro, Versicherungen 15 000 Euro und die Instandhaltungskosten von 167 000 Euro.

„Die Berichte der Abteilungen bestätigen die Vielfalt in unserem TSV“, sprach Vorsitzender Hannes Rauch die Arbeit der Funktionäre an. Besonders freute ihn, dass die Mitgliederzahl von 2900 trotz Engpässe bei den Hallen angesichts des Umbaus der städtischen Sporthalle konstant blieb. Die Abteilung Triathlon musste angesichts des Zuspruchs sogar einen Aufnahmestopp einlegen, und auch die Fußballer haben Probleme, für ihre vielen Nachwuchsteams geeignete Trainer zu finden. Die Kegler haben sich inzwischen vom TSV getrennt und sind eigenständig geworden, nachdem in der Sporthalle keine Kegelbahnen möglich sind. Auch die Abteilung Rasenkraftsport stellte ihre Tätigeit ein.

Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl sprach vor allem den Funtionären, die im TSV und in den Abteilungen bemüht sind, seinen Dank aus. „Es macht Spaß, zu erleben, was hier alles los ist. Die Sportler legen auch selbst Hand an, um sich bessere Voraussetzungen zu schaffen“, lobte der Rathaus-Chef und versprach weitere Unterstützung. Dass die mit fünf Millionen Euro veranschlagte Sporthalle schon an Ostern des nächsten Jahres in Betrieb genommen wird, dürfte allerdings ein Wunschdenken des TSV-Vorsitzenden und seines Kollegiums bleiben. Es wird etwas später werden.

Einer Satzungsänderung wurde uneingeschränkt zugestimmt, nachdem die von den Funktionären und Diplom-Manager Hans Beinlich akkurat ausgearbeitet wurde und Letzterer kurz über die wesentlichen Hintergründe aufgeklärt hatte. Zum Abschluss wurde noch geehrt. Zeitehrungen und die Würdigung vieler Mitarbeiter in den Abteilungen erfuhren Auszeichnungen für ihre langjährigen Verdienste für den Sport in Schongau. df

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