Wieder da: Francisco Copado stürmt nach der Winterpause im Unterhachinger Trikot. Foto: Rauchensteiner

Schrobenhauser lotst Copado zu Haching

Unterhaching - Sensationelle Rückholaktion: Francisco Copado stürmt nach der Winterpause wieder für die SpVgg Unterhaching!

Die SpVgg Unterhaching hat für die Rückrunde den ersten Neuzugang: Stürmer Francisco Copado kehrt im Januar in den Sportpark zurück. Der 34-Jährige vom Bundesliga-Herbstmeister TSG 1899 Hoffenheim ist Schwiegersohn von SpVgg-Schatzmeister Toni Schrobenhauser, der die Rückholaktion eingefädelt hat und sich nun auch um die Bezahlung des Stürmers kümmert. „Für den Verein werden keine wirtschaftlichen Belastungen entstehen“, teilte die SpVgg gestern mit.

Offiziell bestätigt ist der Transfer noch nicht. Allerdings ist das nur noch Formsache. Erst im Januar können vertragsrechtliche Dinge abschließend geklärt werden. Lediglich eine knappe Stellungnahme kam gestern aus der Geschäftsstelle. Man „würde sich freuen, wenn Copado nach der Winterpause zum Team stoßen würde.“

Hoffenheim vermeldete unterdessen, dass der Vertrag mit Copado aufgelöst worden ist. Der Spanier hatte mit 24 Treffern in zwei Jahren maßgeblichen Anteil am Durchmarsch des Dorfklubs von der Regionalliga in die Bundesliga, war aber in der laufenden Saison nur noch Joker und lediglich zu sechs Einsätzen gekommen. Als der Lockruf aus Unterhaching kam, war der sofortige Abschied aus Hoffenheim die logische Alternative. „Aufgrund seiner Leistungen und Verdienste in den vergangenen zwei Jahren war es für uns selbstverständlich, diesem Wunsch zu entsprechen“, sagte TSG-Manager Jan Schindelmeiser gestern, „sein Name wird immer mit den beiden Aufstiegen in die Zweite Liga und Bundesliga verbunden bleiben.“

Verabschiedet wird Copado im Januar bei der Einweihung des neuen Stadions in Sinsheim. Dann soll er auch noch ein letztes Mal das Hoffenheimer Trikot tragen.

Dass die SpVgg für ihn „eine Herzensangelegenheit“ ist, hatte Copado zuletzt wieder betont, als er vor dem Bundesliga-Schlager des Sensations-Aufsteigers beim FC Bayern interviewt worden war. Von 2000 bis 2005 stand er bei der SpVgg unter Vertrag. Mit 24 Toren schoss er die Hachinger in der Saison 2002/03 quasi im Alleingang zurück in die Zweite Liga. Insgesamt erzielte er in 117 Spielen 60 Tore für die SpVgg, bis heute eine Rekordquote. Charakterlich war er allerdings nicht immer unumstritten. Im April 2004 hatte er erheblichen Anteil am Rücktritt von Trainer Wolfgang Frank.

2005 wechselte Copado zum Bundesligisten Eintracht Frankfurt, den er im August 2006 aber wieder verließ und beim damaligen Regionalligisten Hoffenheim einen weiteren höchst erfolgreichen Karriere-Abschnitt begann. Ob er es nun zum zweiten Mal nach 2003 schafft, Unterhaching zurück in die Zweite Liga zu schießen – wie erst kürzlich von Hauptsponsor Generali eindeutig gefordert – bleibt abzuwarten. Dem nur dünn besetzten Kader dürfte Copado sportlich aber in jedem Fall gut tun.

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