Für Schwabener Kinder in Not

- Runder Tisch, Gemeinde und EZ rufen Hilfsaktion ins Leben

Markt Schwaben - Die Ebersberger Zeitung hat zusammen mit der Gemeindeverwaltung und dem Runden Tisch Kinder eine neue Hilfsaktion ins Leben gerufen. Gemeinsam bitten sie um Spenden der Bürgerinnen und Bürger für Kinder aus der Gemeinde Markt Schwaben, die in Not geraten sind. Es existiert ein Verwahrbuchkonto bei der Kreissparkasse Ebersberg (BLZ 700 518 05) mit der Kontonummer 300 111, auf das jederzeit Spendengelder eingezahlt werden können.

Ein fünfköpfiges Gremium bestehend aus den Sprechern bzw. Mitwirkenden der Arbeitskreise am Runden Tisch, Ursula Fleischer, Bettina Ismair und Angela Freise sowie Bürgermeister Bernhard Winter und EZ-Lokalredakteur Jörg Domke haben sich bereit erklärt, die Spendenmittel zu verwalten und ggf. an notdürftige Kinder weiterzuleiten. Am Runden Tisch Kinder soll schließlich in regelmäßigen Abständen Bericht erstattet werden über die Mittelvergabe; natürlich mit der gegebenen Diskretion. Entstanden war die Idee für diese Art eines Hilfsfonds vor Weihnachten bei den Recherchen unserer Zeitung über die Mittagsbetreuung an der Grundschule. Dort war unserem Fotografen ein kleines Mädchen aufgefallen, das sich so recht nicht in den Gruppenraum traute.

Den Hintergrund erläuterte schließlich die Chefin der Betreuungseinrichtung, Marianne Kiermaier. Nach ihrer Auskunft gebe es viele Kinder in der Gemeinde, die eigentlich die Mittagsbetreuung gerne nutzen würden und neuerdings auch gerne die Essensausgaben miterleben würden, die Eltern dies jedoch nicht zahlen können. Hier und da würde man jedoch schon einmal solche Kinder (quasi auf eigene Rechnung) einfach mit einladen, damit sie die Mittagszeit nicht alleine auf der Straße oder daheim verbringen müssen. Eine Teilnahme an der Betreuung kostet pro Tag 2,50 Euro, eine warme Mahlzeit, die seit Jahresbeginn die Poinger Firma Oce anliefert, schlägt nochmals mit 2,50 Euro zu Buche.

Konfrontiert mit dem besonderen Schicksal dieses einen Mädchen und anderer Kinder nahm die EZ zwischen den Feiertagen Kontakt mit dem Bürgermeister auf, der sich spontan begeistert zeigte von der Idee einer Hilfsaktion.

Auf Winters Anregung hin sollte sich die Aktivität jedoch nicht nur auf das Umfeld Mittagsbetreuung beschränken, sondern weiter angelegt sein. So entstand das Motto "Hilfe für Markt Schwabener Kinder in Not". Winter sagte am Rande des Runden Tisches (wir berichteten bereits ausführlich), dass diese Zusammenkunft von Frauen und Männern aus Markt Schwaben, die regelmäßig ehrenamtlich oder hauptberuflich mit Kindern zu tun hätten, ein gutes Forum sei, an das sich die Aktion heften könnte. Wirkliche Notsituationen von einzelnen Kindern würden die Mitwirkenden am Runden Tisch zuerst mitbekommen.

Inzwischen haben sich nach der Reportage über die Mittagsbetreuung schon einige Markt Schwabener bei der Ebersberger Zeitung gemeldet und ihre Hilfsbereitschaft signalisiert.jödo

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