Stolze Medaillenträger: Anton Roth und Kilian Kranzeder (vorne, v. l.) sowie (hinten, v. l.) Lenny Mende, Stephan Rauscher und Sophie Köhler.
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Stolze Medaillenträger: Anton Roth und Kilian Kranzeder (vorne, v. l.) sowie (hinten, v. l.) Lenny Mende, Stephan Rauscher und Sophie Köhler.

Schwimmen: Delphine holen fünf Medaillen

Der Kleinste landet den größten Erfolg

Bei den United World Games, einem Event bei dem bis zu 12 000 Sportler aus der ganzen Welt anreisen, gewannen die Delphine des TSV Erding im Schwimmen fünf Medaillen.

ALEKSANDRA SCHARFE

Erding„Eine Welt – eintausend Freunde“. Unter diesem Motto fand die 15. Auflage der United World Games in Klagenfurt am Wörthersee (Österreich) statt. Mit dabei: 24 Schwimmer des TSV Erding sowie ein fast genauso starkes Trainer- und Betreuerteam.

Bereits 2015 und 2016 hatte eine Erdinger Delegation an diesem tollen Event teilgenommen, zu dem bis zu 12 000 Sportler aus der ganzen Welt anreisen, um in über einem Dutzend verschiedener Sportarten anzutreten. Und auch dieses Jahr wollten die Delphine zeigen, dass sie die deutsche Mannschaft würdig vertreten können. Über drei Tage hinweg fanden die Wettkämpfe in Kärntens Landeshauptstadt statt, und es rieselte nicht nur viele neue Bestzeiten, sondern auch überraschend viele Medaillen.

Während sich der TSV Erding 2016 noch über eine einzige Medaille bei starker Konkurrenz freute, war die Ausbeute dieses Jahr bei einer Silber- und vier Bronzemedaillen deutlich gestiegen. Einzige weibliche Medaillengewinnerin war Sophie Köhler (Jahrgang 2004), die zuletzt mit diversen Verletzungen und somit einem längeren Trainingsausfall zu kämpfen hatte. Doch die Stimmung und das ganze Drumherum gaben ihr offenbar derart viel Kraft, dass sie über 200 m Lagen einen tollen dritten Platz belegte.

Eine große Überraschung gab es außerdem durch Kilian Kranzeder (2007), denn er wurde über 100 m Brust Dritter, auch wenn diese Lage nicht zu seinen Lieblingsdisziplinen gehört. Umso größer war die Freude über die Medaille: „Das ist die größte, schönste und schwerste Medaille, die wir jetzt zuhause haben. Auf die passen wir besonders gut auf“, sagte er strahlend.

Auf seiner Paradestrecke gab es für den ältesten Delphin, Stephan Rauscher (2003), ebenfalls eine Bronzemedaille. Gekrönt wurde die Leistung über 100 m Schmetterling durch die Bestzeit von 1:03,09 Minuten. Den größten Erfolg buchte gleichzeitig der kleinste Schwimmer aus Erding. Anton „Toni“ Roth (2009) schnappte sich ebenfalls in Bestzeit über 100 m Brust (1:55,42 Minuten) die Silbermedaille und freute sich wie ein Großer.

Die letzte Medaille holte sich schließlich im letzten Rennen Lenny Mende (2005) – und das völlig unerwartet. Die 400 m Freistil galten eigentlich eher als „Ausschwimmen“, um hier nochmal eine aktuelle Zeit mitzunehmen. Mit einer Medaillenchance hatte keiner gerechnet. So wollten sich die Erdinger am Sonntag wieder auf den Rückweg machen, bis eine der mitgereisten Mütter schrie: „Stopp! Lenny ist auf 400 m Freistil Dritte geworden! Wir müssen auf die Siegerehrung warten.“ Auch wenn dies die Abreise ein wenig verzögerte, harrten die Delphine mit Medaillengewinner Nummer fünf gerne noch ein wenig aus und reisten dann umso zufriedener nach Hause.

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