Sonneck deklassiert die Konkurrenz

- VON DR. MANFRED GIMBEL Karlsfeld - Jürgen Sonneck hat es beim Karlsfelder Seelauf erstmals ganz nach oben geschafft: Der Lokalmatador der LG Kreis Dachau gewann nach 1:13:30 Stunden den Halbmarathon und deklassierte dabei seine Konkurrenten in beeidruckender Manier. Am Ende lag er mehr als zwei Minuten vor dem Erdinger Eamon Grimes (1:15.56) und mehr als drei Minuten vor dem Stadtbergener Roland Dietrich (1:16:46 h).

Diese drei waren es auch, die vor zwei Jahren in der Reihenfolge Grimes, Dietrich und Sonneck den Seelauf gewonnen haben. Damals waren es Magenprobleme, die Sonneck die Chance auf den Sieg raubten, doch diesmal lief für Sonneck alles nach Plan. Vom Start weg setzten sich die drei genannten Läufer vom Feld ab, bei Kilometern drei ließ Dietrich nach. Grimes, der erst eine Woche zuvor in Erding einen 10-km-Lauf absolviert hatte, wirkte müde und musste nach der Hälfte der Strecke Sonneck ziehen lassen. Daher stand der Sieger diesmal schon frühzeitig fest. Als Sonneck ins Stadion einlief, war der Jubel groß, war es doch seit langem endlich wieder einmal ein Karlsfelder, der den Seelauf gewann.

Ähnlich eindeutig verlief das Frauen-Rennen. Mit der Würzburgerin Friederike Back gewann nach 1:24:22 Stunden eine Läuferin, die in Karlsfeld zum ersten Mal dabei war. Sie war von Beginn an vorn und verwies die Unterhachingerin Monika Kaiser (1:26:48) und die Oberhachingerin Sabine Rabe (1:29:01) auf die Plätze.

Beim Karlsfelder Halbmarathon gab es noch nie so viele Starter wie in diesem Jahr. Am Ende erreichten genau 623 Läufer das Ziel, viele hatten zum ersten Mal eine derart lange Wettkampfstrecke zurückgelegt. Sie zeigten sich begeistert von der Strecke um den See, an der wieder einmal die Samba-Gruppe Samba Caramba von der Stadtkapelle Dachau für Stimmung sorgte.

Beim 10 km-Lauf mit mehr als 200 Teilnehmern lagen durchwegs alte Bekannte vom Karlsfelder Läufercup vorn: Sebastian Hungerhuber (PTSV Rosenheim) setzte sich nach 33:39 Minuten klar vor Philipp Kehl (SVO Germaringen/35:14) und Karl-Heinz Michalsky (SC Gröbenzell/35:30) durch. Stefan Skasa (LG Kreis Dachau) landete als bester Landkreisläufer auf dem sechsten Platz. Schnellste Frau war Monika Fischer in 40:52 Minuten. Der 5 km-Lauf lieferte einen mittelfränkischen Rekord: Der elfjährige Daniel Nehmeier vom SV Rednitzhembach legte die Strecke in 19:58 Minuten zurück und erhielt dafür einen Sonderpreis. Gesamtsieger wurde Igor Kornienko in 17:48 Minuten bei den Männern und Julia Viellehner vom TV Winhöring in 18:08 Minuten bei den Frauen.

Wie in den Vorjahren wurde auch diesmal wieder ein Kinderlauf durchgeführt. Die Jüngsten nahmen die 999-Meter-Strecke mit zum Teil großem Ehrgeiz in Angriff. Sieger bei den Buben wurde der elfjährige Deniz Tosun, bei den Mädchen die 10-jährige Miriam Lorenz.

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