1. Startseite
  2. Lokales
  3. Regionen

Staatskanzlei: "Plan C" soll Olympia-Bewerbung retten

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Staatskanzleichef Siegfried Schneider mit OB Christian Ude © Schlaf

Garmisch-Partenkirchen/München - Mit einem weiteren Alternativ-Plan will die Staatsregierung die Münchner Olympia-Bewerbung 2018 sichern. Für die umkämpften Flächen in Garmisch-Partenkirchen gibt es nun nach Informationen von "Merkur online" eine Planungs-Variante, die ohne zusätzliche Grundstücke von Privatleuten im Ort auskäme.

Die Nutzung des Golfplatzes ist demnach optional, aber nicht zwingend Bestandteil der Planung. Staatskanzleichef Siegfried Schneider (CSU) sprach von einem "sehr guten Zwischenergebnis". Er beriet die Details am Freitagabend mit Grundstücksbesitzern in Garmisch.

Lesen Sie auch:

Olympia 2018: Schneider verhandelt im Pentagon über Golfplatz in Burgrain

Olympia 2018: Willy Bogner verurteilt Morddrohungen gegen Olympia-Gegner

Über die Nutzung des Golfplatzes wird weiter verhandelt. Er war wegen der Weigerung vieler Grundbesitzer, Flächen abzugeben, als "Plan B" ins Spiel gekommen, um die Bewerbung nicht zu gefährden. Ministerpräsident Horst Seehofer hatte per Brief Kanzlerin Angela Merkel eingeschaltet und gebeten, politische Gespräche mit US-Vertretern aufzunehmen. Derzeit nutzen die US-Streitkräfte den Golfplatz, der in einer Variante der Planung 2018 das olympische Dorf "Snow Village" beherbergen soll. Planerisch sei das realisierbar, sagte Schneider, wenn der komplette Platz genutzt werden könne. "Die Gespräche darüber laufen noch, wir warten auf die Rückmeldung." Schneider will bei seiner am Samstag gestarteten Nordamerika-Reise persönlich Gespräche im US-Verteidigungsministerium über die Nutzung des Golfplatzes führen. "Ich werde in Washington mit den für Liegenschaften Zuständigen reden", sagte Schneider. Eine Entscheidung erwartet er binnen 14 Tagen. Sollten die USA zustimmen, rechnet Schneider nicht mehr mit kommunalen Hindernissen: "Ich gehe davon aus, dass dann auch die Mehrheit im Marktgemeinderat zustimmen würde."

Falls der Golfplatz nicht genutzt werden kann, wollen die Olympia-Planer dennoch nicht auf zusätzliche Flächen von Privatleuten angewiesen sein - es griffe "Plan C". Auf den Flächen der Gemeinde am Eisstadion, wo laut bisheriger Planung das Medien-Dorf entstehen soll, würde dann stattdessen das "Snow Village" in verkleinerter Form angesiedelt. Das Medien-Dorf soll dann in weiten Teilen aus Garmisch heraus verlagert werden. Das geplante Feriendorf und das neue Hotel würden dann gestrichen. Zusätzliche Flächen bräuchten die Olympia-Planer allerdings noch "im Umfeld der Sportstätten", etwa am Fuße der Kandahar-Abfahrt und am Hausberg. Hier kündigte er weitere Gespräche mit den Grundeigentümern an.

Christian Deutschländer

Auch interessant

Kommentare