Stabwechsel bei "Aerotech Peißenberg"

- Drosten löst Gschnaidner ab

VON GERHARD TURBA Peißenberg - Der Geschäftsführer von "Aerotech Peißenberg", Rudolf Gschnaidner (63), übergibt zum Jahresende die Leitung des Unternehmens an Christoph Drosten. Der 35-Jährige ist Sohn des alleinigen Gesellschafters Robert Drosten, der das Werk 1997 mit damals 271 Beschäftigten von MTU München übernommen hat.

Laut Gschnaidner handelt es sich um eine "mustergültige Betriebsübergabe", die von langer Hand geplant worden sei. Schon als er zum 1. Juli seinen Posten als "Aerotech"-Geschäftsführer angetreten habe, habe festgestanden, dass Drosten seine Nachfolge übernehmen werde. Sein Fünf-Jahres-Vertrag sei um sechs Jahre verlängert worden, um das Geschäftsjahr noch abschließen zu können. Auch nach seiner Pensionierung wird Gschnaidner für den Hersteller von Triebwerksteilen arbeiten - als Berater. Ein entsprechender Vertrag ist bereits unterzeichnet.

"Es waren erfolgreiche und für mich befriedigende Jahre", sagt Gschnaidner rückblickend. Das Peißenberger Werk sei gleichsam "runderneuert" worden. Etwa 50 Millionen Mark seien investiert worden, unter anderem für eine neue Fabrikationshalle und ein 10 000 Quadratmeter großes Grundstück, das die Marktgemeinde verkaufte. "Die Weichen wurden auf Wachstum gestellt", so Gschnaidner. Allerdings müssten erst noch die Nachwirkungen des 11. September und die allgemeine Wirtschaftsflaute verdaut werden.

"Aerotech" konnte sich seit 1997 weiter am Mark etablieren und hat derzeit 380 Mitarbeiter, die an modernsten Maschinen und Anlagen arbeiten. Mit der qualifizierten Belegschaft konnte sich das Unternehmen einen guten Ruf in der Triebwerksindustrie erwerben. Erst kürzlich wurde ein vierjähriger Liefervertrag mit "MTU Aero Engines" abgeschlossen, der die bestehenden Arbeitsplätze sichert (wir berichteten).

Christoph Drosten, Gschnaidners Nachfolger, hat ein Doppelstudium - Maschinenbau und Betriebswirtschaft - absolviert und bereits Erfahrungen mit dem Triebwerksgeschäft gemacht.

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