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SV Bad Heilbrunn: Den Heimvorteil weitergereicht - „Das Dipferl zum zweiten Tor hat gefehlt“

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Von: Nick Scheder

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Vor 875 Zuschauern bestimmten die Heilbrunner in der zweiten Hälfte das Relegationsspiel gegen Garmisch. Doch die Gastgeber – hier die Specker-Brüder Max (li.) und Benedikt (re.) – bringen den Ball nicht an 1.FC-Torhüter David Salcher vorbei, es bleibt beim 1:1.
Vor 875 Zuschauern bestimmten die Heilbrunner in der zweiten Hälfte das Relegationsspiel gegen Garmisch. Doch die Gastgeber – hier die Specker-Brüder Max (li.) und Benedikt (re.) – bringen den Ball nicht an 1.FC-Torhüter David Salcher vorbei, es bleibt beim 1:1. Foto: Ewald Scheitterer © Ewald Scheitterer

Ein Relegationsspiel, das keine Entscheidung brachte. „Es ist alles offen, wir sammeln uns für Sonntag“, sagt Walter Lang nach dem 1:1 (1:1) seines SV Bad Heilbrunn gegen den 1.FC Garmisch-Partenkirchen am Donnerstag.

Bad Heilbrunn – „Ich bin nicht unzufrieden, wir haben uns schwergetan gegen gut organisierte Garmischer“, räumt der HSV-Trainer ein. Es war das erwartet enge Spiel – zumindest vom Ergebnis her. Heilbrunn bestimmte nach einem offensiven Wechsel in der zweiten Hälfte und der Umstellung auf Dreier-Abwehrkette das Spiel. Die Gäste waren in ihrer Hälfte eingeschnürt, setzten nur sporadisch einen Konter. Doch die Platzherren versäumten es, aus ihrer Dominanz Tore zu machen, spielten sich einige, aber kaum zwingende Chancen heraus. „Wir waren näher am Sieg“, meint Lang. „Aber Garmisch hat auch clever verteidigt, muss man sagen.“

Es war ohnehin ein sehr taktisch geprägtes Spiel. „Keiner wollte ein Gegentor kassieren.“ Das klappte bei Heilbrunn allerdings nur sechs Minuten lang. Dann ein Befreiungsschlag der Gäste, ein Diagonalball zu Moritz Müller, der setzte sich in einer 2:1-Situation unwiderstehlich durch, zog aus vollem Lauf ab und ließ HSV-Keeper Christoph Hüttl keine Chance – 0:1. „Das war natürlich wieder schlecht für uns, aber wir haben uns gut zurückgemeldet“, sagt Lang. Felix Gellner glich nach einer Standardsituation und Gewusel im Strafraum aus (12.). Hüttl machte zwischen und vor den Pfosten eine souveräne, fehlerfreie Partie, spielte gut mit.

Nervösität war anzusehen -

Die Nervosität war jedoch den meisten Spielern anzumerken. Dem einen mehr, dem anderen weniger. Schließlich geht es gegen den Abstieg: Nur der Sieger aus Hin- und Rückspiel kommt in die zweite Relegationsrunde, deren Sieger in der Landesliga bleibt.

Bei Heilbrunn ging viel über die linke Seite, „Max Schnitzlbaumer hat ein überragendes Spiel gemacht“, sagt Lang. Der Heilbrunner Flügelflitzer stand mehrfach vor der Entscheidung, zu flanken oder selbst den Abschluss zu suchen. Am Ende setzte er meist Mitspieler gut in Szene, die nichts daraus machten. Sein guter Torschuss kurz vor der Pause landete genau in Salchers Armen. Aktivposten Anton Krinner feuerte ständig Schüsse auf den Garmischer Kasten ab, ohne dem Ziel wirklich nahezukommen. Viele Ballverluste, Fehlpässe, Angriffe ohne rechte Idee prägten die Zeit bis zur Pause.

Dreierkette sorgt für neuen Offensivdrang - Schlussphase wieder zerfahren

Lang wechselte zunächst konservativ, bis er nach knapp einer Stunde einen offensiven Wechsel vornahm: Max Specker kam für Außenverteidiger Andre Tiedt. Nur noch drei Verteidiger dafür mit Specker ein zusätzlicher Offensivmann. Und der lange verletzte Torjäger brachte gleich Bewegung in die Heilbrunner Offensive. Die Partie spielte sich 20 Minuten lang fast ausschließlich in der Garmisch-Partenkirchner Hälfte ab. Mehrfach Krinner, Schnitzlbaumer, Gellner und eben Specker prüften 1.FC-Goalie David Salcher – ohne Torerfolg. Die Heilbrunner machten nichts aus ihrer Überlegenheit. „Garmisch hat aber auch starke Spieler, da ist viel Qualität da, bei uns hat jeder alles gegeben, das Dipferl zum zweiten Tor hat gefehlt“, meint Lang. Die Schlussphase wurde zerfahren, die Gäste hatten sich ein paar Körner gespart, kamen wieder besser auf, zwangen Hüttl ein paar Mal zum Eingreifen. Aber auch der ließ nichts mehr anbrennen.

Der Vorteil liegt nun aber zumindest ein bisschen beim 1.FC Garmisch-Partenkirchen. Denn am Sonntag (16 Uhr) müssen die Heilbrunner in dessen Stadion ran. Die Atmosphäre wird vermutlich ähnlich beeindruckend wie am Donnerstag in Heilbrunn, als 875 Zuschauer beim Spiel mitfieberten.

SV Bad Heilbrunn - 1.FC Garmisch-Partenk. 1:1 (1:1)

Tore: 0:1 (6.) Müller, 1:1 (12.) Gellner, – Schiedsrichter: Stefan Treiber (VfL Neuburg), – Zuschauer: 875.

SV Bad Heilbrunn: Hüttl, – Auer, Mertens, Kapfhammer, Tiedt (58. M. Specker), – Krinner, A. Pappritz (46. A. Specker), Pföderl, M. Schnitzlbaumer, – Lechner (46. B. Specker), Gellner.

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