Der SV Bad Heilbrunn der Saison 2021/22 in der Landesliga Süd-West (hi. v. li): Simon Essendorfer, Dominik Kühberger, Benedikt Specker, Tom Pföderl, Johannes Kiechle, Andreas Specker, Maxi Lechner, Maxi Grobauer, (mittlere Reihe) Lisa-Marie Specker (Physio), Klaus Kronschnabl (Co-Trainer), Felix Gellner, Simon Klaar, Peter Auer, Naomichi Kamioka, Franz Schnitzlbaumer, Thomas Schmöller, Max Schnitzlbaumer, Tom Forster (Abteilungsleiter), Walter Lang (Trainer), (vo.) Florian Schnitzlbaumer, Maxi Specker, Anton „Dodo“ Krinner, Gerald Hillringhaus, Christoph Hüttl, Tobias Gritzuhn, Anton Pappritz und Florian Kapfhammer.
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Der SV Bad Heilbrunn der Saison 2021/22 in der Landesliga Süd-West (hi. v. li): Simon Essendorfer, Dominik Kühberger, Benedikt Specker, Tom Pföderl, Johannes Kiechle, Andreas Specker, Maxi Lechner, Maxi Grobauer, (mittlere Reihe) Lisa-Marie Specker (Physio), Klaus Kronschnabl (Co-Trainer), Felix Gellner, Simon Klaar, Peter Auer, Naomichi Kamioka, Franz Schnitzlbaumer, Thomas Schmöller, Max Schnitzlbaumer, Tom Forster (Abteilungsleiter), Walter Lang (Trainer), (vo.) Florian Schnitzlbaumer, Maxi Specker, Anton „Dodo“ Krinner, Gerald Hillringhaus, Christoph Hüttl, Tobias Gritzuhn, Anton Pappritz und Florian Kapfhammer.

Bad Heilbrunn geht mit kleinem Kader ins Rennen

SV Bad Heilbrunn: Angsthasen-Fußball verboten

  • Nick Scheder
    VonNick Scheder
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Der SV Bad Heilbrunn konnte in den letzten vier Spielzeiten dreimal aufsteigen. Lediglich letzte Saison musste das Team gegen den Abstieg abspielen. Am Ende stand der Klassenerhalt.

Bad Heilbrunn – „Fußballspielen ist sehr einfach“, sagte einst Trainerfuchs Johan Cruyff. „Aber einfachen Fußball zu spielen, ist das schwerste.“ Diese Einfachheit fehlte den Fußballern des SV Bad Heilbrunn in der Vorsaison zuweilen vor dem Tor. Oder auch beim Klären gegnerischer Angriffe. Deshalb hatten sie in ihrer ersten Landesliga-Spielzeit nach drei Aufstiegen in Folge gegen den Abstieg zu kämpfen. Und deshalb fordert Trainer Walter Lang den einfachen Fußball für die nun anstehende Saison ein, nachdem der Klassenerhalt gelungen war. „Miteinander gegen den Ball arbeiten, schnell nach vorne oder strukturiert aufbauen“, sagt der HSV-Coach.

Lang: „Mutigen, keinen Angsthasen-Fußball!“

Die Heilbrunner mussten nach dem Durchmarsch von der Kreisklasse erst wieder verlieren lernen. Auch in der neuen Saison gehen sie in keines ihrer Spiele als Favorit, glaubt Lang. Aber: „Wenn wir vernünftigen Fußball spielen, uns auf die Basics besinnen, vor dem Tor an Cleverness zulegen und sich unser Kader nicht allzu sehr dezimiert, glaube ich, dass wir mit allen Gegnern mitspielen können.“ Wichtige Partien knapp gewinnen, nicht zu viel Respekt vor den Gegnern, „mutigen, keinen Angsthasen-Fußball! Dann haben wir gute Chancen auf den Klassenerhalt“, meint der HSV-Coach.

SV Bad Heilbrunn: Personaldecke wird dünner

Sein Kader ist seine größte Sorge. Das bisher personell ohnehin übersichtliche Team hat sich weiter dezimiert. Routinier, Kapitän und Abwehrchef Sebastian Mertens hat seine Karriere beendet, spielt nur noch in der Heilbrunner Zweiten. Ausputzer Thomas Forster hat die Fußball-Schuhe an den Nagel gehängt, Markus Petzold und Markus Haberl sind umgezogen. Die Hoffnung, die Lücken mit hochklassigen Spielern aus der Region aufzufüllen, die sich quasi von selbst anbieten, erfüllte sich nicht. Auch ein Ersatz für Christoph Hüttl – zwischen den Pfosten über jeden Zweifel erhaben, aber eine Vertretung würde in der Landesliga nicht schaden – wurde vergeblich gesucht. So bleibt es bei Ex-Bayern-München-Keeper Gerald Hillringhaus. Der Heilbrunner ist Torwarttrainer, 59 Jahre alt, verpasst kein Training und ist bei jedem Spiel dabei. „Eine zuverlässige Nummer zwei“, freut sich Lang.

Specker: Ein Torjäger muss auf die Sechs

Luxusprobleme hat er höchstens in der Offensive. Hier streiten eine Vielzahl von Spielern um die Plätze. Auch Eigengewächs Max Lechner und Dominik Kühberger vom ASV Antdorf, der bereits einen guten Eindruck hinterlassen hat, sind Spieler für vorne. „Aber es kann gut sein, dass der eine oder andere eher defensiver zum Einsatz kommt“, kündigt Lang an. So spielte Torjäger Max Specker in der Vorbereitung bereits auf der Sechser-Position, Kapitän Anton Krinner in der Abwehr, auch Flügelflitzer Max Schnitzlbaumer fand sich zuweilen hinten auf der Außenbahn wieder.

Lang: „Jeder muss bereit sein, von seiner Wunschposition abzuweichen.“

Mit Naomichi Kamioka kam zwar ein Außenverteidiger hinzu. Doch der Japaner war zuletzt angeschlagen, muss sich erst noch beweisen. Neuzugang Enis Vosanovic (Phönix München) ist gar nicht aufgetaucht, auch Gianluca Furfaro ist fast schon wieder draußen. Talent Maxi Grobauer muss sich erst an die Landesliga gewöhnen, könnte dann aber defensiv helfen. Und Verteidiger Peter Auer fiel in der Vorbereitung aus, kommt frühestens im August zurück. „Wir müssen flexibel sein, jeder muss bereit sein, von seiner Wunschposition abzuweichen“, stellt Lang klar. Und trotzdem: „Die Grundstruktur auf dem Platz muss stimmen.“ Gesetzt sind nur Florian Kapfhammer und Thomas Pföderl in der Innenverteidigung sowie Andreas Specker, Anton Pappritz oder Max Specker auf den Sechser-Positionen.

Den positiven Eindruck habe die Vorbereitung bestätigt: „Im Training ist Pfiff drin“, sagt Lang. „In den Spielen machen sie vieles richtig, ich sehe Fortschritte und merke, dass sie gefordert werden wollen.“ Zum einfachen Fußball bekehrt werden wollen.

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