Monster-Parade: Jonas Fuhrmann rettet gegen den Kreuther Torjäger Franz Huber.
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Monster-Parade: Jonas Fuhrmann rettet gegen den Kreuther Torjäger Franz Huber.

SVO siegt nach Rückstand.

SV Ohlstadt: Fuhrmanns Parade als Grundstein

  • VonOliver Rabuser
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Der SV Ohlstadt entzaubert das Topteam Real Kreuth und fügt ihnen die erste Saisonniederlage zu.

Ohlstadt – Die Überraschung ist wirklich geglückt. Beim 2:1 gegen den FC Real Kreuth feierte der SV Ohlstadt nicht nur den ersten Heimsieg, er schlägt nach dem Remis in Murnau zum Saisonauftakt erstmals ein Team aus den Top-Vier der Kreisliga 1. Davon sind die Ohlstädter nunmehr selbst nicht mehr weit entfernt. Für die ganz spezielle Feierlaune sorgte Andreas Wunder.

Der Spielmacher des Reserveteams markierte in einer spannenden Schlussphase den Siegtreffer. „Ich ziehe den Hut vor der Mannschaft, wie sie das gewohnte Schema mit zwei Trainern ausgeblendet hat“, lobte Interimscoach Stefan Frombeck. „Als Kollektiv haben wir richtig gut gearbeitet.“

Die Feldüberlegenheit der Kreuther im ersten Abschnitt brachte lange Zeit keinen Erfolg. Es fehlte schlicht an griffigen Abschlüssen. Einzige Ausnahme: Das Führungstor der Gäste nach 38 Minuten. Zwei SVO-Kicker liefen gegen alle Abmachung den Real-Keeper an, was zwangsläufig die zuvor so stabile Ordnung aushebelte. Ein öffnender Ball auf Dan Petru Samoila, Ablage auf Torjäger Franz Huber – 0:1.

Nach Seitenwechsel richteten sich alle Augen bald auf Jonas Fuhrmann. Wie würde sich der 19-jährige Keeper beim Alleingang von Huber verhalten? Klare Antwort: Er lieferte eine überragende Parade, die später als Grundstein für den dritten Saisonerfolg genannt wurde. „Damit hat er uns im Spiel gehalten“, stellt Frombeck fest.

Nahezu perfekt war auch der Zeitpunkt des Ausgleichstreffers. „Fünf Minuten später wollten wir umstellen und mehr investieren“, verriet der Coach. Brauchte er nicht. Tobias Stadler schickte einen Freistoß an die hintere Ecke des Fünfers, wo Jonas Thümmler freie Bahn für den präzisen Kopfball in die lange Ecke hatte. Fortan trat der SVO deutlich schneidiger auf. Die Zeiten, als nach Widerständen lange Bälle die Hoffnung nährten, letztlich aber Zeichen von Verzweiflung waren, scheinen passé. Ohlstadt blieb im spielerischen Korsett und suchte akribisch die Anfälligkeiten der Kreuther Abwehr. Bernhard Kurz versuchte sich mit einem gewagten Heber, später vergab die Sturmspitze noch die endgültige Entscheidung. Aber Ohlstadt war präsent, das bekamen die Gäste zu spüren.

Die Entscheidung fiel kurz vor Spielende. Luis Steffl wurde nahe des Strafraums noch verteidigt, aber dann erkannte Wunder, dass Keeper Andreas Waldschütz aus seiner Sicht zu weit links postiert war und schob den Ball unter dem Jubel des SVO-Anhangs raffiniert in die Maschen.

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