Pure Freude. Nach seinem Treffer zum 1:0 klatscht Bernhard Kurz mit den Fans am Boschet ab.
+
Pure Freude. Nach seinem Treffer zum 1:0 klatscht Bernhard Kurz mit den Fans am Boschet ab.

Jonas Thümmler der Matchwinner

SV Ohlstadt bezwingt TuS Holzkirchen durch Last-Minute-Treffer

  • VonOliver Rabuser
    schließen

Der Lauf des SV Ohlstadt geht auch gegen die TuS Holzkirchen II weiter. Mit 2:1 gewinnt der SVO dank eines späten Treffers von Jonas Thümmler.

Ohlstadt – Es war nicht das perfekte Spiel des SV Ohlstadt. Der Schlussakkord aber hätte besser und dramatischer kaum sein können. Die zweiminütige Nachspielzeit war bereits zur Hälfte abgelaufen, als Jonas Thümmler eine Freistoßflanke von Simon Nutzinger aus dem Halbfeld per Kopf in den Torwinkel verfrachtete. Durch den vierten Sieg in Folge in der Fußball-Kreisliga rücken die Ohlstädter bis auf zwei Zähler an die Tabellenspitze heran.

Trainer Jan Tischer ließ keinen Zweifel daran, wie es am Boschet nach dem 2:1 Erfolg über den TuS Holzkirchen weitergehen soll. „Wir dürfen jetzt nicht überheblich werden“, betont der Coach. „Aber den SV Ohlstadt, der nach zwei Siegen automatisch einen Rückschlag erleidet, den gibt es nicht mehr.“ Markige Worte, die gewiss ein wenig des euphorischen Endes geschuldet waren. Aber warum nicht? Ein Kreisklassist aus dem Altmühltal, DJK Limes, der sich Ohlstadt als Epilog seines Vereinsausfluges ausgesucht hatte, feuerte den SVO an. „Auf geht´s Berni, schieß ein Tor“, stimmte die lustige Reisegruppe ein. Und was machte der Bernhard Kurz ganz pflichtschuldig? Er netzte zum 1:0 ein, lief zur Limes-Gesellschaft an die Bande und klatschte per Handschlag ab. „Fällt eigentlich aus dem Nichts“, räumte Jan Tischer ein. Aber lautstarke Fans führen eben zu leichtfüßigen Abschlüssen. Dass Holzkirchen – bis dato ohne nennenswerte Torgefahr –praktisch im Gegenzug zum Ausgleich kam, bedauerte Tischer. „Da stehen wir zu hoch“, analysierte der Coach.

Eigentlich wäre ein Remis ein logisches Ergebnis gewesen, weil sich der SVO zumeist schwer tat gegen die Fünferkette der Gäste. „Wir wollten nach dem Ausgleich zu viel und haben kurz den Faden verloren“, resümiert Tischer. In der Endphase aber wurden die Offensivbemühungen wieder zielstrebiger. Simon Nutzinger peitschte das Team nach vorne. „Jungs, jetzt wird’s eklig“, stimmte der Leader die Mannschaft ein. „Seine Komandos sind wichtig fürs Team.“ Ohlstadt hätte auf Halten spielen und mit der Punkteteilung leben können. Wollten sie aber nicht. Zuvorderst Thümmler, der für den verletzten Rudi Schedler den SVO als Kapitän anführte. Kostet für gewöhnlich einen Einstand. Und der wurde durch den finalen Geniestreich des Laufwunders gewiss nicht billiger.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare