Tempolimit macht Petueltunnel sicherer

- Bis vor kurzem krachte es hier noch fünf bis sechs mal im Monat. Doch seitdem im unfallträchtigen Petueltunnel ein Tempolimit von 50 Stundenkilometer besteht, ist die Röhre durch den Münchner Norden sicherer geworden. Zwar konnten Unfälle nicht ganz verhindert werden, ihre Zahl sank aber deutlich: Nur noch vier Mal kam es seit Ende Juni zu Kollisionen.<BR>

Im Kreisverwaltungsreferat (KVR) herrscht Erleichterung. "Die Beschränkung ist eine Maßnahme, die wirkt", sagt Verkehrschef Reiner Knäusl, der sich für die 50 Stundenkilometer stark gemacht hatte. "Die Leute fahren deutlich langsamer." <P>120 Unfälle seit der Eröffnung des Tunnels <P>Dabei waren nach der Eröffnung des Tunnels im Juli 2002 Polizei und Verkehrsexperten um die Sicherheit im Untergrund sehr besorgt. Der 2,5 Kilometer lange Tunnel hatte sich zum Unfallschwerpunkt entwickelt. 120 Verkehrsunfälle registrierten die Verkehrswächter seitdem. Noch nicht mit gerechnet ist die Dunkelziffer von kleineren Kollisionen, zu denen keine Polizei gerufen wurde. <P>Ursache für die Unfälle war nicht nur überhöhte Geschwindigkeit. Die Fahrspuren im Tunnel sind vergleichsweise schmal. Außerdem, so Knäusl, sei die Beschilderung schlecht lesbar, weil sie leicht verschmutze und an manchen Einfahrten Tageslicht auf den beleuchteten Schildern reflektiere. Immer wieder hätten sich Autofahrer deshalb zu spät eingeordnet und so Unfälle verursacht. <P>Als besonders gefährlich galt bisher die Röhre in Richtung Osten zur A 9, in der sich 100 der insgesamt 120 Unfälle ereigneten. Eine zentrale Gefahrenstelle ist die Ausfahrt zur Autobahn. Viele Autofahrer erkannten sie zu spät und wechselten oft erst im letzten Moment auf die rechte Ausfahrtsspur. Dabei übersahen sie häufig andere Autos. Eine neue Wegweisung an der Tunneleinfahrt soll die Autofahrer schon frühzeitig auf die Ausfahrt aufmerksam machen. <P>Ein späteres Abbiegen an der Ausfahrt des Tunnels in Richtung A 9 ist nicht mehr möglich. Eine durchgezogene Linie soll diesen zweiten Unfallschwerpunkt entschärfen. <P>Zudem sollen zunächst in der unfallträchtigeren Südrühre neue Leuchtdioden-Wegweiser installiert werden. "Sie strahlen stärker. Auch die Schrift ist größer", erklärt Knäusl. Bewähren sich Zeichen, soll der komplette Tunnel, auch in anderer Richtung, mit derselben Technik nachgerüstet werden. <P></P>

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