Thierse fordert Prüfbericht von der CSU

- Die Spendenaffäre des CSU-Landtagsabgeordneten Thomas Zimmermann bringt jetzt auch seine Partei in Bedrängnis. Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) hat einen Prüfbericht bei der CSU angefordert. Es besteht der Verdacht, dass sie gegen das Parteienfinanzierungsgesetz verstoßen haben könnte.

<P>Wie eine Sprecherin der Bundestagsverwaltung gegenüber unserer Zeitung erklärte, sei der CSU-Landesschatzmeister vor wenigen Tagen um eine Stellungnahme gebeten worden. Die CSU-Landesleitung bestätigte die Anfrage Thierses. Die interne Prüfung des Falles sei aber noch nicht abgeschlossen, hieß es. Ein Bericht des CSU-Revisors Erwein von Fürstenberg werde in den nächsten Tagen erwartet.</P><P>Durch die Anfrage gerät die CSU noch mehr unter Druck. Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr muss sie Thierse Rechenschaft ablegen. Bei der ersten Anfrage musste sie sich mit dem Vorwurf auseinandersetzen, drei Millionen Euro Steuergelder mit Spendenabonnements ihres Parteiorgans "Bayernkurier" abkassiert zu haben.</P><P>Auch für Zimmermann wird die Luft immer dünner. Eine Erklärung, in der er versichert, alle prüfrelevanten Unterlagen vorgelegt zu haben, hat die Landesleitung als nicht ausreichend erachtet und weiteres Material angefordert. Nach wie vor ist ungeklärt, wo die von ihm blanko unterschriebenen 49 Spendenquittungen geblieben sind. Dass er eine Spende über 500 Mark nicht an die Partei weitergeleitet hatte, hat Zimmermann eingeräumt.</P><P>Parteimitglieder gehen davon aus, dass der 56-Jährige nicht mehr für die nächste Landtagswahl nominiert wird. Mit ihm, so heißt es, sei der Stimmkreis Bogenhausen nicht mehr zu gewinnen.<BR><BR></P>

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