Tierquäler bedroht Papst-Katze

- Pentling (je) - Papst Benedikt XVI. muss sich Sorgen um seinen kleinen Kater in Pentling (Kreis Regensburg) machen. "Chico", der bei Nachbarn wohnt, die sich um das Haus des Papstes in Pentling kümmern, ist durch einen Katzenhasser bedroht. Seit einiger Zeit treibt ein Tierquäler in der Gegend sein Unwesen. Er schießt auf Katzen.

Kommt Besuch aus Pentling in den Vatikan, dann fragt Benedikt XVI. regelmäßig: "Wie geht`s Chico?". An sich geht es dem kleinen Kater gut, aber der Katzen-Quäler verbreitet in Pentling bei den Tierfreunden große Sorgen. Der Unbekannte jagt Katzen mit dem Gewehr und quält sie auch dann noch, wenn sie schon dem Tode geweiht sind. Sein letztes Opfer heißt Max. Der Tierquäler feuerte auf den Kater mit einem Luftgewehr. Die 4,5-mm-Kugel erwischte ihn am Bein. Barbara Watter (36), die Besitzerin des Tieres, steht immer noch unter Schock. Dank ihrer Fürsorge und dem Einsatz der Tierärztin hat Max vielleicht doch noch eine Chance zu überleben. Am Freitag lag er noch im künstlichen Koma.

Wie schwer der Tierquäler die Katze verletzt hat, zeigt das Röntgenbild: Muskeln sind gequetscht, Harnblase und der Mastdarm verletzt, und das Becken ist zertrümmert. Solche Verletzungen können nicht nur von einer Kugel stammen.

Stabilisiert sich der Zustand des Katers, wird man versuchen, ihn zu operieren. Dafür ist Barbara Watter sogar bereit, ins Alpenvorland zu fahren. In die Klinik von Dr. von Welser in Weilheim.

Mehrfach haben Nachbarn in der vergangenen Zeit Schüsse gehört. "Gleich reihenweise verschwanden in den letzten Wochen in Pentling die Katzen", berichtet Barbara Watter. Allein ihre Eltern vermissen drei Tiere. Franz Watter will dem nicht mehr länger tatenlos zusehen. Er legt sich inzwischen auf die Lauer und hofft, dass er den Täter auf frischer Tat ertappen kann.

In Sorge sind die Nachbarn freilich auch, dass es auch noch Papst-Kater Chico erwischen könnte. Doch der ist zum Glück kein großer Streuner, liegt lieber im Haus der Hofbauers, die das Haus des Papstes versorgen. Und wenn er wirklich mal länger unterwegs ist, dann findet ihn Rupert Hofbauer meist auf seinem Lieblingsplatz - und den verrät er natürlich nicht.

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