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Die Rückhand ist seine Stärke: Philipp Floritz aus Birkland spielt künftig für den SV Plüderhausen in der 1. Liga um Punkte.

Tischtennis: Philipp Floritz spielt in der 1. Liga

Birkland - Philipp Floritz, einst beim TTC Birkland am Tischtennis-Tisch und seit vier Jahren in der Fremde im Einsatz, hat den Aufstieg in die höchste deutsche Liga geschafft. Von Zweitligist TV Hiltpoldstein wechselte der 18-Jährige zum SV Plüderhausen in die 1. Liga (DTTL). Am kommenden Samstag hat Floritz beim TC Rhön-Sprudel Fulda-Maberzell seinen ersten Einsatz für den neuen Verein.

Das Tischtennis-Einmaleins lernte Philipp Floritz bei seinem Birkländer Heimatverein. Dort spielte er bis zum zwölften Lebensjahr, danach wechselte er für zwei Jahre zum TSV Schongau. „Durch meine Mutter bin ich mit acht Jahren zum Tischtennis gekommen“, erzählt der 18-Jährige, „die war bei uns Nachwuchstrainerin und hat mich immer mitgenommen.“ Mit 14 Jahren verließ Philipp Floritz das Elternhaus, und seither weiß er eine steile Karriere hinter sich. Nach Kolbermoor umgezogen, spielte er für Rosenheim mit den Herren in der Landesliga und in der Regionalliga. Mit 16 Jahren schloss sich Philipp Floritz Zweitligist TV Hilpoldstein an, ehe er jetzt zum SV Plüderhausen nahe Stuttgart wechselte und künftig in der ersten Liga spielt.

Die Karriere im Tischtennis geht vor: Nach der zehnten Klasse am Gymnasium schloss sich Philipp Floritz der Sport-Fördergruppe der Bundeswehr an und ist nach seiner zweimonatigen Grundausbildung für den Sport freigestellt. „Als Profi kann man im Tischtennis schon leben“, weiß der junge Mann inzwischen, „aber man muss auch Erfolg haben.“ Den erhofft er sich mit den neuen Mannschaftskameraden.

„Ein bisschen müssen wir ihn schon noch unterstützen“, erzählt Mutter Annette Floritz, die als ehemalige Tischtennis-Spielerin in der Hochburg Birkland im Einsatz war und wie Vater Alfred Floritz Verständnis für den eingeschlagenen Weg des Juniors hat. Die Eltern sind oft dabei, wenn der eigene Nachwuchs im Einsatz ist. So wollen sie eine Woche nach dem Auftakt zum ersten Heimspiel nach Plüderhausen reisen und wenige Tage später auch beim Einsatz des Nachwuchses in Hanau dabei sein.

In Hanau bei Frankfurt wohnt Philipp Floritz seit zwei Wochen. „Das ist für Tischtennis ein gutes Umfeld“, weiß Mutter Annette. Am dortigen Olympia-Stützpunkt hat er soeben unter Helmut Hampl, der auch Timo Boll unter seinen Fittichen hatte, ein Trainingslager hinter sich. Inzwischen wird wieder in Plüderhausen trainiert. In der Vorbereitung stehen täglich zweimal Tischtennis und zweimal Konditionsarbeit auf dem Trainingsplan.

„Wir haben lange überlegt, ob der Weg als Profi der richtige ist“, gesteht Annette Floritz Bedenken. „Aber wichtig ist, dass Philipp eine gute schulische Grundausbildung hat, und wenn man die Chance bekommt, dann muss man die nutzen.“ Vom Baden-Württembergischen SV Plüderhausen kam die Offerte für den jungen Tischtennis-Spieler. Dort wird laut Homepage erstmals in der Geschichte ein junger und hochtalentierter Nachwuchsspieler eingesetzt.

Ziel des Vereins ist es, den Vize-Europameister der Jungend im Einzel und Silbermedaillengewinner mit dem Team des DTTB an das hohe Niveau der ersten Liga ranzuführen. Die Mannschaftskollegen sind Hochkaräter im Tischtennis und teilweise auch Nationalspieler: Neuzugang Jörgen Persson aus Schweden, Aleksandar Karakasevic aus Serbien, Jakub Kosowski aus Polen und Neuzugang Paul Drinkhall aus England. Trainer ist Momcilo Bojic. Als Stärken in seinem Spiel nennt Philipp Floritz die Rückhand. Aber die Schwächen „werden nicht verraten“, schmunzelt der 18-Jährige, der sich jetzt mit den neuen Kollegen einen erfolgreichen Start in die 1. Liga wünscht. df

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