Titel für Welk und ein Lob vom Vize-Präsidenten

- Bayerische Meisterschaften in der Penzberger Wellenbadhalle

VON CHRISTIAN HEINRICH Penzberg - Die Ringer aus dem Landkreis Weilheim haben sich bei den bayerischen Meisterschaften im griechisch-römischen Stil hervorragend aus der Affäre gezogen. Bei den B-Junioren holte Martin Welk vom gastgebenden AC Penzberg den Titel in der Gewichtsklasse bis 54 Kilo. Dritte Plätze gingen an seinen Vereinskollegen Thorsten Gläser (58 Kilo) sowie an Christian Ege vom TSV Weilheim (76 Kilo). Bei den Männern gewann der Penzberger Matthias Petzenhammer ebenfalls Bronze. Das gute Abschneiden der Gastgeber wurde abgerundet durch zwei vierte Plätze von Daniel Horst (46 Kilo) und Christian Fahning (50 Kilo).

"Penzberg ist sehr gut", stellte Erich Stanglmaier den Ringern des AC ein großes Kompliment aus. Das Lob des Vize-Präsidenten des Bayerischen Ringerverbandes (BRV) galt nicht nur den sportlichen Erfolgen, sondern auch der Organisation, die hervorragend ablief, und der gesamten Jugendarbeit der Penzberger Ringer unter ihrem Chef Hans Petzenhammer. "Ich gebe vom Verband RINGEN gern Zuschüsse an so einen Verein. Da ist das Geld gut aufgehoben", ist Stanglmaier überzeugt.

Aber auch bei den anderen Clubs stimmt die Arbeit. Die bayerischen Titelkämpfe waren nicht nur zahlenmäßig gut besucht, sondern bürgten auch für Qualität. Mit Martin Maier (SV Wacker Burghausen), Tim Schleicher (SV Johannis Nürnberg), Philipp Heiß (TSV Westendorf), Maxi Willinger (TV Traunstein), Josef Steinmüller (SV Untergriesbach) und Florian Leder (SV Mietraching) gingen sechs deutsche Meister in den verschiedenen Gewichtsklassen an den Start. "Das ist schon erste Sahne", stellte Stanglmaier klar.

Dass das Niveau so hoch ist, hängt auch mit den Regelungen des BRV im Nachwuchsbereich zusammen. Ausländer aus den Staaten der Europäischen Union werden wie normale Ausländer behandelt und dürfen im Freistaat bis zur Oberliga nicht eingesetzt werden. Seitdem verzeichnet die Jugendarbeit wieder Zuwächse, denn irgendwo her müssen die Clubs ihre Athleten ziehen. "Seit Jahren haben wir in den kleinen Vereinen nicht bezahlte Leute, sondern eigene", freut sich Stanglmaier über den Effekt.

In Penzberg sind es knapp 35 Kinder und Jugendliche, die der Abteilung neuen Schwung verleihen. Doch die Arbeit ist nicht immer leicht. "Alle jammern, dass es schwer ist, die Jungen zu halten", räumt Birgit Reinhardt ein. Die Pressesprecherin der Penzberger Jugendabteilung weiß aus Erfahrung, dass sich ab dem 14. Lebensjahr die Begeisterung bei den Ringern etwas legt. Doch ihr Verein hat es geschafft, einige junge Akteure bei der Stange zu halten.

Matthias Petzenhammer (18 Jahre), Alexander Morgenstern (18) oder Alexander Dürr (23) sind Beispiele für diese Entwicklung. Die beschränkt sich allerdings nicht nur auf die Penzberger. "Ich freue mich, dass so viele junge Männer hier ringen", war Stanglmaier auch mit dem Teilnehmerfeld bei den Erwachsenen zufrieden. Angejährte Athleten, die manchmal in den Rundenwettkämpgen noch die Szenerie prägen, waren in Penzberg die Ausnahme. "Wir sind auf dem richtigen Weg", ist Stanglmaier überzeugt. Die Titelkämpfe in Penzberg waren ein weiterer Beleg dafür.

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