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Tobias Lichtenstern; Stürmer beim SV Prittriching

Interview mit Tobias Lichtenstern vom SV Prittriching

Tobias Lichtenstern vom SV Prittriching: „Außer Stürmer kann ich nichts“

Seit letztem Wochenende hat für die Regionalliga und die unteren Ligen die Winterpause begonnen. In der A-Klasse im Bezirk Zugspitze 1 führt der SV Pittriching die Tabelle mit fünf Punkten Vorsprung an. 

Die Mannschaft von Peter Krems hat gerade mal 4 Gegentore in 14 Spielen kassiert. Aber auch vorne läuft es sehr gut. Die Rot-Weißen haben die zweitbeste Offensive der Liga. Einen großen Beitrag leistet der Stürmer Tobias Lichtenstern mit seinen 19 Toren.

Teamkollegen sind ausschlaggend 

Wie würdest du deinen Erfolg vor dem Tor am besten erklären?

Egal bei welchem Verein ich gespielt habe, waren für mich meine Teamkollegen ausschlaggebend. Ohne die individuelle Qualität meiner Mannschaft wäre ich vermutlich nur halb so erfolgreich. Dennoch bin ich seit Kindheit Stürmer und habe nichts anderes gelernt. Ich denke da spielt das Alter bzw. die Erfahrung auch eine wichtige Rolle. Außer Stürmer kann ich nichts.

Seitdem du Fußball spielst, standest du beim SV Prittriching unter Vertrag. 2017 hast du jedoch den Wechsel gewagt in die Kreisliga zur FT Jahn Landsberg. Warum dieser Schritt?

Es war keine einfache Entscheidung für mich. Beim SV Prittriching habe ich das Fußballspielen gelernt.  Damals im Jahr 2017 kam der Punkt, wo ich mich dazu entschlossen habe zu wechseln. Wir sind damals Abstiegskandidat gewesen. Wir haben gerade so den Klassenerhalt geschafft. Zu dem Zeitpunkt haben dann zwei Vereine bei mir angeklopft. Einer davon war die FT Jahn Landsberg aus der Kreisliga. Letztendlich habe ich mich auch für diesen entschieden, weil ich einen guten Draht zum damaligen Trainer Dominik Piotrowski hatte. Ich habe den Schritt gemacht, um mich weiterzuentwickeln. Die Möglichkeit musste ich dann nutzen, weil es dann eventuell zu spät gewesen wäre. 

Laut Statistik ging es mit den Toren zurück. Hat die Liga vom Leistungsniveau so einen großen Unterschied ausgemacht?

Das Niveau ist auf jeden Fall nochmal höher. Ich hatte im ersten Jahr meine Probleme mich an das Tempo zu gewöhnen. Die gegnerischen Mannschaften spielen viel aggressiver und die Verteidigung steht viel stabiler. Es gibt immer mindestens einen Verteidiger, der mir im Nacken hängt. Außerdem habe ich bei der FT Jahn Landsberg eine andere Rolle als Stürmer übernommen. Ich fungierte als Stoßstürmer, der die Bälle fest macht und ablegt. In Pittriching ist das Spiel auf mich zugeschnitten gewesen. Der dritte Punkt für mein kleines Formtief war eine Verletzung. Ich hatte mir das Wadenbein bei einem Vorbereitungsspiel im Luftkampf gebrochen. Somit war ich ein halbes Jahr außer Gefecht.

„Ich habe einen Torriecher“

Wo würdest du dich am liebsten sehen als Stürmer, damit du deine Stärken nutzen kannst?

Persönlich würde ich sagen, dass auf jeden Fall der Torriecher zu meinen Stärken gehört. Ich weiß, wo der Ball herkommt und wo er hin muss. Ich positioniere mich dementsprechend. Dazu gehört meine Schnelligkeit, die ich sehr oft nutzen kann, um mir einen großen Vorteil zu verschaffen. Außerdem habe ich die letzten zwei bis drei Jahre noch mein Kopfballspiel verbessern können, was natürlich für Standards sehr nützlich ist.

Im Moment seid ihr Tabellenführer. Könnt ihr dieses Jahr die Meisterschaft holen und somit den Aufstieg perfekt machen?

Die Qualität haben wir, das steht fest. Wir stehen hinten sehr kompakt in dieser Saison. Wir lassen sehr wenig zu und nutzen vorne unsere Chancen. Die Statistik spricht mit 49:5 Toren für sich. Dennoch müssen wir weiterhin Spiel für Spiel konzentriert bleiben und dürfen den Fokus nicht verlieren. Wir dürfen nur nicht den gleichen Fehler machen wie in der letzten Spielzeit. Zur Winterpause trennten uns sieben Punkte auf den Tabellenzweiten und neun Punkte auf den dritten Platz. Am Ende der Saison haben wir es tatsächlich geschafft noch auf Rang drei zurück zu rutschen und somit den Aufstieg verpasst. Leider kamen auch viele  Verletzungen dazu, die die Situation erschwerten. 

Was würde dir die Torjäger-Auszeichnung bedeuten?

Bis jetzt hatte ich nur vereinsinterne Auszeichnungen als Top-Torschütze erhalten. Eine öffentliche Prämie, die sich über mehrere Ligen erstreckt wäre für mich eine Ehre. Die 15 Kisten Bier würde ich dann sofort mit der Mannschaft zum Saisonende teilen, da ohne sie dieser Titel nicht möglich wäre. 

Text: Moritz Panzer

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