Blieb hinter ihren Erwartungen zurück: Eva-Maria Maier vom (TSV Schwabhausen).mast

Den Tränen nahe

Schwabhausen - Als wenn es Alexander Yahmed geahnt hätte: Der Tischtennis-Erfolgstrainer in Diensten des TSV Schwabhausen wagte im Vorfeld des Top-12-Bundesranglistenfinals der Mädchen in Tornesch die Prognose, dass Eigengewächs Eva-Maria Maier nicht ganz vorne mitspielen werde.

Vielmehr sei eine Platzierung zwischen Rang vier und sieben am Ende der dreitägigen Veranstaltung realistisch. Der Coach behielt recht, denn die 17-Jährige landete mit nur drei Erfolgen auf dem siebten Platz.

„Eva-Maria konnte sich aus gesundheitlichen Gründen nicht optimal auf die zweitwichtigste, nationale Veranstaltung vorbereiten“, verdeutlichte Yahmed. „Trotzdem hat sie bis zum Schluss vorbildlich gekämpft und alles versucht. Leider wurde sie für ihren Einsatz nicht belohnt.“

Das Talent aus Markt Indersdorf, eine Woche zuvor noch viel umjubelter Matchwinner beim 6:4-Heimsieg im Zweitligaspitzenspiel gegen den TTC Wendelstein, konnte es fernab in Schleswig-Holstein nicht fassen, ihren Podestplatz vom Top-16-Turnier im November in Ostbevern nicht wiederholt zu haben. Tränen der Enttäuschung waren erkennbar. „Ich bin unglaublich enttäuscht“, sagte Maier selbst.

Dabei fing das Turnier gegen die spätere Siegerin und Topfavoritin Chantal Mantz (SV DJK Kolbermoor) gar nicht so schlecht an. Maier gewann den ersten Satz mit 14:12 und lag auch im zweiten Durchgang mit 10:9 vorne. Eine Überraschung bahnte sich an. „In den entscheidenden Situationen fehlte Eva-Maria dann jedoch das notwendige Quäntchen Glück“, berichtete ihr Heimtrainer. Die Folge: Mantz drehte die Begegnung und feierte ihren ersten Sieg.

Apropos Sieg: Eva-Maria Maier landete drei Erfolge. Die beiden Ersatzspielerinnen Janina Ciepluch (TTC HS Schwarza) und Natalie Bacher (VfL Sindelfingen) wurden ebenso bezwungen wie Anne Bundesmann (TSV 1909 Langstadt).

Im Hinblick auf die Deutschen Jugend-Einzelmeisterschaften, die am 26./27. April im thüringischen Mühlhausen stattfinden werden, dürfte sich Maier mit Position sieben trotzdem einen Setzungsplatz unter den besten acht Mädchen gesichert haben. „Unter die ersten Vier wäre sie sowieso nicht gekommen. Deshalb ist das Ergebnis beim Top 12 jetzt auch kein Beinbruch“, sagte Alexander Yahmed.

Marco Steinbrenner

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