Mit einer starken Goshio Shio Sho sicherten sich (v. l.) Marina Albers, Susanne Beinvogl und Lisa Kirchner beim Shotokan Cup Rang zwei. foto: mal
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Mit einer starken Goshio Shio Sho sicherten sich (v. l.) Marina Albers, Susanne Beinvogl und Lisa Kirchner beim Shotokan Cup Rang zwei. foto: mal

TSV-Mädchen kämpfen sich aufs Treppchen

Erding - Die Karate-Mädchen des TSV Erding wurden Dritte bei der deutschen Mannschaftsmeisterschaft in Coburg und qualifizierten sich für die Europameisterschaft 2011 in der Türkei.

Beim internationalen Shotokan Cup in Mendig (Rheinland-Pfalz) wurden die Kata-Wettkämpfe in einem in Deutschland neuen Modus ausgetragen, bei dem in den Vorrunden der Hauptkampfrichter die zu zeigende Kata auswählt. Diese erste Runde bedeutete gleich das Aus für Verena Hargarten, Lisa Kirchner, die in der Altersklasse der Jugend an den Start gingen, und die Leistungsklasse-Athletin Susanne Beinvogl. Lediglich Marina Albers konnte mit der ausgelosten Kata Kanku Dai überzeugen und kämpfte sich in die nächste Runde vor.

Dort sicherte sie sich mit einer starken Enpi zusammen mit Tidarat Pattanasakoo den Einzug ins Finale, wo die Sieger des anderen Pools auf sie warteten. In einem spannenden Kampf verpasste Albers trotz einer souveränen und sauberen Goshio Shio Sho knapp den zweiten Platz, sicherte sich aber hinter den Bundeskaderathletinnen Bleul und Pattanasakoo die Bronzemedaille und konnte somit an ihren Erfolg bei den diesjährigen deutschen Meisterschaften anknüpfen.

Im Mannschaftswettbewerb bündelten Kirchner, Beinvogl und Albers nochmals alle Kräfte und zeigten eine ausdrucksstarke Goshio Shio Sho. Doch das Team aus Schwenningen lag mit 0,1 Punkten vorn, so dass sich die Erdingerinnen noch über den zweiten Platz vor Frankfurt und Berlin freuen konnten.

Am folgenden Wochenende traten die Erdinger Karatekämpfer bei der deutschen Meisterschaft der Länder und Masterklasse in Coburg an. Als einziger Erdinger Kumitestarter ging Conrad Schley im Feld der Altersklasse Ü 50 an den Start. In spannenden Kämpfen sicherte er sich mit flinken und sicheren Techniken wie auch schon im vergangenen Jahr den dritten Platz.

Als einzige Damenmannschaft aus Bayern stellten Albers, Beinvogl und Kirchner zusammen mit Sophie Schütze vom befreundeten Verein aus Höhenkirchen ihr Können im deutschen Teamwettbewerb unter Beweis. In der Vorrunde (Pool eins) traten sie gegen drei weitere deutsche Teams an. Im ersten Kampf konnten sie mit ihrer Leistung nicht überzeugen. Aber in den weiteren Vorrundenkämpfen mobilisierten sie nochmals ihre Kräfte und gingen jeweils als Sieger hervor. Im Halbfinale warteten die Sieger von Pool zwei auf die bayerischen Mädels: das Kata-Team vom USV Erfurt, das seit Jahren bei Karate-Weltmeisterschaften ganz oben mit dabei ist. Die Erdingerinnen waren hoch motiviert und zeigten eine souveräne und synchrone Kata und anschließend ein eindrucksvolles und spektakuläres Bunkai (Anwendung). Trotz dieser sehr guten Darbietung konnten sie gegen das Bundeskader-Team aus Erfurt, das sich später im Finale den deutschen Meistertitel vor drei Schwestern aus Baden-Württemberg erkämpfte, nicht ankommen und belegten den respektablen dritten Platz. Mit dem Platz auf dem Podest sicherte sich das Team aus Erding das Ticket zur Europameisterschaft der Regionen 2011 in der Türkei. mal

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