So viel verlangen die Eigentümer in den Münchner Stadtteilen: Die Preise gelten für neue Mietverträge pro Quadratmeter – kalt.

Die neuen Mieten in den Stadtteilen

München - Beim Thema Miete ist München nicht gleich München: Je nach Lage der Wohnung gehen die Preise im Schnitt fast fünf Euro auseinander – und das pro Quadratmeter kalt.

Bei Mieten von rund 12 Euro heißt das: Die Lage macht in München die halbe Miete! Das steht in der Bewertung der Stadtteile, die der Immobilienverband Deutschland Süd (IVD) im jüngsten Miet-Marktbericht veröffentlichte.

Absolute Rekordpreise müssen die Münchner für Altbauten und Nachkriegswohnungen zahlen: 13,10 Euro verlangen die Vermieter für Apartments mit einem Baujahr vor 1950, bei späterer Errichtung sind es 12,10 Euro. Dagegen stagniert der Miet-Markt für Neubauwohnungen bei 13 Euro. Hier lag der Rekord im Jahr 2001 bei 13,50 Euro. Die Unterschiede zwischen den Stadtteilen sind beträchtlich, auch wenn Prof. Stephan Kippes vom IVD vor einer „Überbewertung“ warnt: Schließlich könnten die Mieten nur näherungsweise angegeben werden, Ausreißer nach oben und unten seien möglich.

Unter 10 Euro kommen die Münchner nur noch an der Stadtgrenze unter – etwa in Aubing. Etwas gefallen sind die Preise nur im Hasenbergl – von 9,40 auf 9,25 Euro: Das liegt laut Prof. Kippes aber eher an den früher zu hohen Preisen. Jedenfalls sei das Hasenbergl kein „Problemviertel“ mehr.

Bis 11 Euro finden die Münchner ein größeres Angebot – vor allem in den bürgerlichen Bezirken wie Fürstenried oder Laim. Die Mieten sind hier in den letzten Jahren laut IVD um bis zu einem Euro gestiegen.

Für 11 bis 13 Euro darf’s etwas exklusiver sein: Wer das bezahlen kann, darf schon in Bogenhausen, im Grünen oder ganz im Zentrum wohnen. Hier verlangten die Vermieter bis 2 Euro mehr.

Selbst über 13 Euro wird der Münchner fündig. In Alt-Bogenhausen verzeichnet der Bericht eine Miet-Explosion von 3 Euro.

DAC

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