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Entscheidung auf der Zielgeraden: Gleich zieht Sharon Müller (li.) an der favorisierten Katharina Trost vorbei.

laufsport: bayerisches cross-festival

Überraschungssieg für Sharon Müller

Penzberg – Beim bayerischen Crossfestival sorgte sie für eine große Überraschung: Sharon Müller gewann den Speedcross der Frauen über etwa 550 Meter.

In 1:24 Minuten setzte sich die 24-jährige Athletin des TSV Penzberg  in einem packenden Finale gegen Katharina Trost (LG Festina Rupertiwinkel) durch. Die beiden liefen die 200 Meter lange Zielgerade Schulter an Schulter, doch auf den letzten 50 Metern konnte sich Müller von ihrer Kontrahentin lösen und überquerte als erste die Ziellinie.

Gleich nach dem Start hatte sich die 24-jährige Lenggrieserin an die Spitze des Feldes gesetzt. Lediglich Trost und Alica Schmidt (MTV Ingolstadt) konnten ihr folgen. Eingangs der Zielgeraden hatte Schmidt bereits 30 Meter Rückstand, während Trost das Tempo der TSV-Läuferin mitging und dann sogar zum Überholen ansetzte. Doch Müller hielt dagegen und durfte sich im Ziel über ihren ersten Sieg beim Ingolstädter Speed-Cross freuen. Dabei hatte die Favoritenrolle vor dem Lauf die 20-jährige Trost inne, die über die 800 Meter zur deutschen Spitze zählt. Doch davon ließ sich Müller nicht beeindrucken: „Ich wollte einfach gewinnen, egal, wen ich dafür schlagen muss“, so die 24-Jährige, die eine 400-Meter-Hürden-Spezialistin ist.

Für Andreas Kölbl blieb die Uhr im Finale nach 1:16 Minuten stehen, was den sechsten Platz bei den Männern bedeutete. In dem mit Topläufern gespickten Feld fehlten ihm drei Sekunden auf Sieger Tobias Giehl (LG Stadtwerke München), wobei der TSV-Läufer vor allem auf den letzten 150 Metern mächtig aufgeholt hatte. Nach dem steilen Anstieg lag er noch auf dem dritten Platz, doch bergab verlor Kölbl wieder zwei Plätze. „Meine Beine waren richtig blau, aber auf der Zielgerade waren sie wieder fit“, berichtete der 21-jährige Sindelsdorfer nach dem Lauf. Für Marinus Huppenberger war hingegen schon nach dem Vorlauf Schluss.

Jäger-Brüder siegen im Classic-Cross

„Sehr souveräne Auftritte“ zeigten laut Brennauer die Jäger-Brüder Luk (13), der über 1100 Meter gewann, und Nick (16), der sich über 3100 Meter an die Spitze setzte. Luk Jäger setzte sich in seinem Lauf sofort an die Spitze und gab die Führung nicht mehr ab. Mit einer Zeit von 3:38 Minuten hatte er sechs Sekunden Vorsprung auf die Konkurrenz. Gleich um 18 Sekunden war sein älterer Bruder Nick der Konkurrenz über 3100 Meter enteilt (9:57 Minuten). In der ersten von drei Runden lag er noch auf dem dritten Platz, doch im Laufe der zweiten Runde überholte er zunächst Ayanle Nuur Abdullahi (LG Kreis Dachau) und am letzten Anstieg auch noch Marchelo Loza Kunzelmann (LG Telis Finanz Regensburg).

Bereits zwei Stunden vorher hatte Luk Jäger mit Marvin Bertram und Sophie Huber den zweiten Platz in der 3 x 1100-Meter-Staffel belegt. Mit 8:57 Minuten musste sich das TSV-Trio nur der LAC Quelle Fürth geschlagen geben, die als rein männliche Staffel 8:50 Minuten benötigte. Genauso wie Luk Jäger trat auch Sophie Huber noch im Einzelrennen über 2,1 Kilometer an. Sie wurde Dritte (8:20), wobei ihr 13 Sekunden auf Elisabeth Mayr (VfL Murnau) fehlten. Mayr (15) trainiert bereits seit einem halben Jahr bei den Penzberger Leichtathleten und wird ab dem 1. Januar das TSV-Trikot tragen. Beide mussten sich nur Cäcilie Hofmann (LG Chiemgau-Süd) geschlagen geben, die sich unmittelbar nach dem Start an die Spitze des Feldes gesetzt hatte. Mayr versuchte ihr zu folgen, während Huber (14) zunächst mit etwas Abstand hinterherlief. Am Ende holte die Benediktbeurerin deutlich auf, doch ihr Rückstand war bereits zu groß.

ssc

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