Umzug aus dem Waggon in feste Mauern

- DLRG-Wachhütte am Lainer See eingeweiht

VON BIRGIT LANG Lain - Nach fast eineinhalbjähriger Bauzeit konnte die neue Wachhütte der DLRG am Lainer See feierlich eingeweiht werden. Kaplan Sigi Schöpf zelebrierte eine Messe im Freien. Unterstützt wurde er dabei von fast 60 Kindern, die am Sommerzeltlager des Vereins teilnahmen. Sie hatten das Feldkreuz und den Blumenschmuck gebastelt und sich auch um die musikalische Umrahmung gekümmert.

Als Gäste kamen viele Eltern und Großeltern, um mit ihren Sprößlingen gemeinsam die Einweihung und anschließend ein Grillfest zu feiern. DLRG-Vorsitzender Harald Kobeck erzählte, dass die Planungen für die neue Wachhütte bereits im Jahr 1999 begonnen hätten, nachdem der fast 40 Jahre alte, bis dahin eingesetzte Wohnwagen durch Randalierer sehr stark beschädigt wurde. An eine Instandsetzung war nicht mehr zu denken, also wurde ein Antrag auf eine feste Hütte gestellt. Georg Heider, Besitzer des dortigen Campingplatzes, nahm die Idee spontan auf und reichte den Bauplan nach Entwürfen der Taufkirchener DLRG-ler im Landratsamt ein. Er baute die Hütte schließlich auf eigene Kosten. Dafür überreichte ihm Kobeck mit seiner Ehefrau Manuela einen Geschenkskorb und Heiders Frau Erika einen Blumenstrauß. Heider bedankte sich für die jahrelange Freundschaft, die ihn mittlerweile mit den DLRG-lern verbinde.

Den Innenausbau für 5000 Euro übernahmen die Rettungsschwimmer in Eigenregie. Allein die Hebeanlage für Abwässer schlug dabei mit 5600 Mark zu Buche. Rund 650 Stunden Bauzeit benötigten sie dafür. Finanzieren konnten sie das Projekt unter anderem mit Spendengeldern aus den Erlösen der jährlich stattfindenden Camper-Veranstaltungen wie dem "Kinderfest in Lain".

Die Hütte ist nun mit einem Erste-Hilfe-Bereich mit Krankenliege, Verbandsschrank und Verbandskoffer sowie einer Einbauküche mit Kühlschrank zur Aufbewahrung von Eiswürfeln ausgestattet, zählte Kobeck auf. Versorgt werden jährlich mehrere Schnittwunden und Insektenstiche. Bisher musste eine Aktion "Rettung vor dem Ertrinken mit anschließender Wiederbelebung" am See durchgeführt werden. Seit 25 Jahren schieben die DLRG-Mitglieder Wachdienst am "Loaner Weiher". Pro Jahr leisten sie hier rund 900 Stunden ab.

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