Verein als Grundstein fürs Raistinger Radom-Museum

- 35 Mitglieder wählen Ronald Sinda zum ersten Vorsitzenden

VON PETRA STRAUB Raisting - Der Grundstein für den Fortbestand des weltweit einzigen Denkmals mit Tragluftkuppel ist gelegt. Am Mittwoch wurde in Raisting der 35 Mitglieder starke Förderverein "Industriedenkmal Radom Raisting" aus der Taufe gehoben. Ziel ist der Erhalt der Antenne I in Raisting, die seit 1985 außer Betrieb ist und für einen Quantensprung in der Kommunikation steht. Ist die Finanzierung gesichert, soll im Inneren des 40 Jahre alten Gebäudes ein Museum eingerichtet werden.

Auch wenn die vom Gründungsvorsitzenden Ronald Sinda vorgelegte Satzung noch einiger Änderungen bedarf, warten die Ingenieure der Vorstandschaft darauf, bei staatlichen und gewerblichen Einrichtungen um Unterstützung bitten zu dürfen, ihre Beziehungen spielen zu lassen und einen Käufer für das Radom zu suchen. Erstmals soll das Gebäude beim Tag des Denkmals am 12. September geöffnet werden.

Die Vorstandschaft des Fördervereins wurde von den Gründungsmitgliedern einstimmig gewählt: Vorsitzender ist der seit 1991 in der Erdefunkstelle Raisting angestellte Sinda. Er beschäftigt sich seit Mai 2003 mit dem Radom. Zu Sindas Stellvertreter wurde Walter Ral gewählt, der bis 1999 Telekom-Niederlassungsleiter in Weilheim war. Auch Gerhard Müller arbeitete 18 Jahre lang in der Erdefunkstelle, zuletzt als Kontrollingeneur. Er wurde zum Schatzmeister gewählt, Telekom-Mitarbeiter Erwin Welker zum Schriftführer. Die Posten der Beisitzer werden von Waltraud Dunkern, Clemens Marcuse, Eckehart Jahreis und Herbert Krebs bekleidet. Als Kassenprüfer fungieren Raistings ehemaliger Bürgermeister Erich Schmid und Margarete Wasnick.

Auch Bürgermeister Max Wagner signalisierte Unterstützung, sprach jedoch auch von Problemen, weil der Besitzer der Anlage, die Telekom-Tochterfirma "Sireo", nicht mit im Boot sitze.

Um für Technik zu begeistern und der geschichtlichen Bedeutung des Bauwerks gerecht zu werden, will Sinda das Museum gründen, in dem alte und neue Satelliten-, Kommunikations-, Raketen- und Computertechnik in Form einer Spacetouch-Ausstellung vermittelt werden sollen. Neben Bund, Telekom, Bezirk, Landkreis und Gemeinde sollen Firmen wie Siemens oder MAN, Behörden wie Denkmalschutz oder Landesstelle für nichtstaatliche Museen als Unterstützer gewonnen werden.

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