Verschneiter Ort wird zur Kulisse für "Schwere Jungs"

- Garmisch-Partenkirchen - Sebastian Bezzel braucht sich keine Sorgen zu machen - seine Filmkollegen verzeihen ihm momentan die eine oder andere besserwisserische Bemerkung. Geht es um Fragen zum Drehort, kennt sich der Schauspieler schließlich bestens aus. Der gebürtige Garmisch-Partenkirchner steht derzeit für die historische Bobkomödie "Schwere Jungs" in der Marktgemeinde vor der Kamera. "Da kann ich wahnsinnig angeben, weil ich hier her komme", meint der Darsteller des "Gamser" grinsend. <BR>

In der Geschichte aus der Feder von Philipp Roth führt der Traum vom olympischen Gold 1952 zwei deutsche Bobteams nach Schweden - beide kommen aus Garmisch-Partenkirchen. Gamser, ein verschuldeter Schreiner, und seine Spezl Franzl (Michael A. Grimm), Gustl (Antoine Monot jun.) und Leusl Peter (Simon Schwarz) sehen ihre Chance, die heimische Konkurrenz endlich zu schlagen. Denn schon als Kinder waren sie 1936 bei einer Jugendmeisterschaft leer ausgegangen. Die Konkurrenz hat es faustdick hinter den Ohren, schließlich haben der reiche Brauereibesitzer Dorfler (Nicholas Ofczarek), Basti (Stefan Betz), Kaspar (Andreas Harwarth) und Toni (Daniel Zillmann) mehr Geld - und somit die bessere Ausrüstung zur Verfügung. Aber als für beide Mannschaften der erste Platz in die Ferne rückt, müssen sie sich entscheiden: Will man die Feindschaft pflegen, oder doch zusammen halten, um die Chance auf den Podestplatz zu erhöhen. . .<P>Warum aber die oberbayerischen "Schweren Jungs" keine Burschen sind, konnte Regisseur Marcus H. Rosenmüller nicht genau beantworten. An Gewicht mussten die Schauspieler jedenfalls einiges zulegen. Denn mit mehr Pfunden auf den Rippen geht es schneller den Eiskanal runter. "Ich habe mir extra 10 Kilogramm angefressen", verrät Grimm. In einem Bob sei er noch nie gesessen, "das wäre zu gefährlich gewesen". <P>Mehr Erfahrung habe Bezzel ebenfalls nicht vorzuweisen. Er freut sich, bei diesem Heimatfilm der besonderen Art mitzuspielen, der voraussichtlich Anfang 2007 in die deutschen Kinos kommt. "Es wird eher softes Bayrisch gesprochen, das richtige Werdenfelserisch versteht man ja gar nimmer."<P>Eva Hutter<P>

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