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Zeitungszusteller: In aller Frühe mit Freude ans Werk

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- Erding (bz) - Ob Schnee oder Regen, die Zusteller des Zeitungsvertriebs Erding (ZVE) sorgen dafür, dass unsere Leser pünktlich ihre Heimatzeitung auf dem Frühstückstisch liegen haben. Als Belohnung für die Anstrengungen feierten die unverzichtbaren Helfer aus den Landkreisen Erding, Freising und Ebersberg in der Stadthalle Erding.

Dass der Ablauf so reibungslos und beschwerdefrei funktioniert, liegt auch an der Freude, mit der die Zusteller ans Werk gehen. Franz-Xaver Reitmeier aus Loiting arbeitet schon seit 40 Jahren für den ZVE. "Am Anfang habe ich immer meiner Frau geholfen, weil die ab sieben Uhr wieder zu Hause sein musste. Das war schon anstrengend, weil ich um zwei Uhr morgens raus musste und direkt danach in die Arbeit gefahren bin", erzählt der 73-Jährige. Sein Chef habe ihn des öfteren dazu gedrängt aufzuhören - erfolglos, erzählt der ehemalige Fliesenleger.

Auch Sabine Dengl aus Bruck unterstützte zunächst ihren Mann, bevor sie im September dieses Jahres beschloss ganz einzusteigen. "Ich habe kein Problem damit, so früh aufzustehen. Meist bin ich um sechs Uhr fertig und kann dann meinen Kindern Julian und Lukas noch Frühstück mitbringen", sagt die 31-Jährige.

Der Wecker klingelt bei den Zustellern des ZVE sehr früh, leidenschaftliche Langschläfer scheint man in dieser Berufssparte also lange suchen zu müssen - weit gefehlt. Obwohl Waltraud Ippisch zu Beginn doch etwas gezögert hat: "Aber im Endeffekt war es gar nicht so schlimm. Ich gehe jetzt immer zur gleichen Zeit, also um 20.15 Uhr, mit meinen Kindern zu Bett", sagt die Hörlkofenerin.

Das frühe Aufstehen hat auch seine guten Seiten. Frische Luft und wenig Verkehr sind in diesem Beruf garantiert. "Es ist toll, wenn auf der einen Seite der Mond unter- und auf der anderen Seite die Sonne aufgeht. Da muss man fast einen Moment stehen bleiben", erklärt Georg Obermeier aus Freising.

Doch auch der Winter hat seine Fans. "Es ist so schön, wenn man als erste über den frisch gefallenen Schnee geht", sagt Gabriele Anneser, die in der Domstadt als Verteilstellenleiterin tätig ist.

Ihr sind in ihrer neunjähriger Zustellerkarriere schon spannende Dinge passiert. "Ich war mit dem Fahrrad unterwegs und habe jemand dabei beobachtet, als er mit dem Bolzenschneider ein Schloss an einem Geschäft knacken wollte. Ich bin gleich um die Ecke und habe die Polizei gerufen und dann weiter beobachtet, ich bin einfach zu neugierig." Ob die Diebe geschnappt wurden oder nicht, konnte sie nicht mehr weiterverfolgen.

Schließlich sind die Zusteller des ZVE dafür bekannt, pünktlich zu kommen. "Ich bin seit 1989 dabei, war nie krank und konstant pünktlich", betont Maria Streng, Verteilstellenleiterin aus Baldham. Ihr sei es auch wichtig, ein gutes Verhältnis zu den Vorgesetzten zu haben. In Ebersberg ist das Robert Drechsel als Vertriebsinspektor, für Freising ist Xaver Rieger zuständig, und in Erding kümmert sich Heinz Brennauer um den reibungslosen Ablauf. Die waren in der Stadthalle auch dabei und verteilten zusammen mit Geschäftsführer Manfred Rödel die Gewinne aus der Tombola an die Zusteller in der Stadthalle Erding.

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