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Bei Zucker hilft oft Saures: Abnehmen und Bewegen

- Dorfen (msr) - "Fühlen Sie sich oft schlapp und müde? Haben Sie Übergewicht oder erhöhten Blutdruck?" Diese und weitere Fragen gehören zum Diabetes mellitus Risiko-Check, den Professor Dr. Rudolf L. Riepl, Chefarzt der Abteilung für Gastroenterologie und Stoffwechsel, in seinem Vortrag im Medizinischen Versorgungszentrum Dorfen (MVZ) vorstellte. Anlass des Themenabends war der Welt-Diabetestag am vergangenen Dienstag.<BR>

<P>Neben Professor Riepl referierten auch Dr. Ludwig Rudolf, Internist und Gastroenterologe, sowie der Diabetologe und Internist Dr. Stefan Kiefersauer. Die Zuckerkrankheit sei eine Volkskrankheit mit mehreren Millionen Betroffenen in Deutschland und vielen Millionen weltweit, so die Referenten. Oft beginne die Erkrankung schleichend, bevor sie zum vollen Ausbruch komme.<P>Die erblich familiäre Anlage spiele ein Rolle, meinte Riepl, ein wesentlicher Faktor aber sei die Wohlstandsgesellschaft und der Bewegungsmangel. In einem Vorstadium, der so genannten Prä-Diabetes, könne eine Änderung des Lebensstils mit Gewichtsabnahme bei Übergewicht und regelmäßiger körperlicher Betätigung das Auftreten der Erkrankung hinauszögern oder sogar verhindern. Oft sei jedoch bei der Therapie eine Kombination mit Medikamenten notwendig.<P>Bei einer manifesten Zuckerkrankheit kommen neben der Diabeteskost Medikamente zum Einsatz, die mehr körpereigenes Insulin bereitstellen, um den Blutzucker zu senken. Wenn deren Wirkung nicht mehr ausreicht, müsse ein- oder mehrmals täglich Insulin unter die Haut gespritzt werden, erklärten die Referenten.<P>15 % der Diabetiker werden amputiert <P>Auf das erhöhte Herzinfarktrisiko und die Gefäßschädigung wies Dr. Ludwig Rudolf hin, der auch noch weitere schwerwiegende Folgekrankheiten erläuterte. In Bezug auf das diabetische Fußsyndrom nannte er eine erschreckende Zahl: 15 Prozent der Diabetiker werden im Laufe ihres Lebens amputiert. Oft müssten den Patienten mehrere Zehen oder Teile des Fußes abgenommen werden. Eine frühzeitige Diagnose und die rechtzeitige Behandlung seien besonders wichtig, um dies zu vermeiden. Diabetiker, die trotz der Diagnose noch rauchen, seien für Beindurchblutungsstörungen besonders anfällig. "Bei der Risikokonstellation Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel sägt man sich buchstäblich selbst den Ast ab", auf dem man sitzt, sagte der Internist symbolisch und warnte eindringlich vor diesem verhängnisvollen Zusammenspiel.<P>Der Dorfener Diabetologe des MVZ, Dr. Stefan Kiefersauer, erklärte abschließend die Wirkungsweisen der verschiedenen Diabetes-Medikamente. Je nach Insulinausschüttung werden diese in zwei große Kategorien eingeteilt. Bei bestimmten Tabletten sei es wichtig, die Nierenfunktion zu überprüfen. "Der verbreitete Wirkstoff Metformin hemmt vor allem die Freisetzung des Leberzuckers", gab der Diabetologe als Beispiel an.<P>

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