Der Zweite kommt erst nach dem Cappuccino

- Murnau – Die Zeiten, da es beim Gewinn der Amateur-Weltmeisterschaft für die besten Mountainbiker Reisen beispielsweise nach Kathmandu/Nepal, wertvolle Sachepreise oder auch Bares zu gewinnen gab, sind vorbei. Für Alfred Jocher (RSG Werdenfels) besteht deswegen allerdings kein Grund, langsamer zu fahren. Und weil der Murnauer bei der WM in Saalbach/Hinterglemm wieder einmal rasend schnell unterwegs war, hat er zum dritten Mal in Folge den Titel in der Senior-Masters-Klasse gewonnen.

von christian kolb <P>Bei den alljährlichen &#8222;World-Games of Mountainbiking&#8220;, so der offzielle Titel der Veranstaltung in den österreichischen Bergen, steht traditionell zunächst die Qualifikation für das Cross-Country-Rennen auf dem Programm. Für Jocher war das nicht mehr als eine Pflichtaufgabe. &#8222;Da habe ich locker gewonnen&#8220;, sagt der 52-Jährige. Um Medaillen ging es dann zum ersten Mal beim Marathonwettbewerb. Im Langstreckenbereich ist Jocher in Saalbach/Hinterglemm inzwischen eine feste Größe, schließlich hat er sich 2004 und 2005 den Sieg geholt. <P>Und auch in diesem Jahr konnte ihm die Konkurrenz auf der 45 Kilometer langen Strecke nicht das Wasser reichen. Obwohl gut 2000 Höhenmeter zu bewältigen waren, hatte Jocher am Ende nach 2:28,50 Stunden einen Vorsprung von 10,30 Minuten auf den Zweitplatzierten Tom Schnabel (Neuenrade). &#8222;Da hatte ich schon meinen ersten Cappuccino getrunken&#8220;, meint der Murnauer fröhlich. <P>Am dritten Wettkampftag hätte Alfred Jocher dann gerne noch einmal etwas für seine Medaillensammlung getan. Im Cross-Country-Wettbewerb wollte der Murnauer zumindest Silber gewinnen. &#8222;Das wäre realistisch gewesen&#8220;, gesteht er. Doch als er mit seinem Rad um 10.10 Uhr gemütlich den Startbereich betrat, war die Konkurrenz schon unterwegs. &#8222;Die Rennleitung hat den Start von 11 Uhr auf 10 Uhr vorverlegt&#8220;, weiß Jocher. &#8222;Das ist an mir leider komplett vorbei gegangen.&#8220; <P>Es folgten wilde Diskussionen, ehe Jocher sich dafür entschied, bei den 40-Jährigen eine Altersklasse drunter mitzufahren. 15 Kilometer waren bei diesem Querfeldein-Rennen zu absolvieren, und Jocher hängte sich an den Drittplatzierten dran. &#8222;Eine Bronzemedaille bei den Jüngeren wäre natürlich der Wahnsinn gewesen.&#8220; Doch im Finish war der wesentlich jüngere Kontrahent dann doch ein bisschen stärker als der Routinier. Jocher landete auf Platz fünf und war zufrieden. <P>Im nächsten Jahr will er auf alle Fälle noch einmal starten. Vielleicht gibt&#8217;s dann auch wieder ordentliche Preise. &#8222;So eine Reise nach Kathmandu würde ich schon mitnehmen&#8220;, sagt der Weltmeister. <P>

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