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B 17-Ausfahrt: Erdarbeiten bald beendet

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Begrünt wird der Wall bei Kurzenried im Herbst. foto: archiv
Begrünt wird der Wall bei Kurzenried im Herbst. foto: archiv

Peiting - Die B17-Ausfahrt bei Kurzenried hatte im Gemeinderat für erhitzte Gemüter gesorgt. Es sollte vorbei sein mit den Erdauffüllungen des Landkreises. Was die Gespräche ergaben:

Der Erdhügel bei der B17-Ausfahrt Kurzenried wuchs und wuchs. Das hat den Gemeinderäten so missfallen, dass sie bezweifelten, ob für die Erdarbeiten überhaupt eine aktuelle Genehmigung vorliege. Es stand sogar im Raum, das Amt zu verklagen. Sogar von einer „Müllhalde des Straßenbauamts“ (Norbert Merk, CSU), war die Rede (wir berichteten).

Nun haben sich Rathauschef Michael Asam und die Vertreter des Straßenbauamts zusammengesetzt und klare Worte gesprochen. „Von rechtlicher Sicht her ist es in Ordnung, den Wall aufzuschütten. Da kann dem Straßenbauamt keiner ans Leder“, berichtet Hauptamtsleiter Stefan Kort von dem Gespräch. Dennoch habe sich das Straßenbauamt entgegenkommend gezeigt. „Die Bauarbeiten wären sowieso demnächst beendet gewesen. Es läuft alles planmäßig“, so Sven Maertz vom Straßenbau. Nur noch an den Außenpunkten solle der Erdwall etwas höher werden.

Eigentlich hätten die Aufschüttungen schon viel früher beendet sein sollen. Doch daraus wurde nichts. Nachdem 2009 die Arbeiten an der Umgehung bei Hohenpeißenberg vergeben worden sind, hat es einen Erdrutsch gegeben. Daraufhin folgte ein geologisches Gutachten. Die Arbeiten mussten neu vergeben werden. Erst seit Januar wird hier wieder gebuddelt. Mit dem Hohenpeißenberger Schutt wird jedoch der Erdwall aufgeschüttet. Darum haben sich laut Maertz auch die Arbeiten an der Ausfahrt bei Kurzenried immer weiter verzögert.

Doch bis zum Herbst soll damit endlich Schluss sein. Dann nämlich lädt das Straßenbauamt zum letzten Mal den Bauschutt von der Umgehung bei Kurzenried ab.

Was danach folgen soll, scheint den Peitinger Gemeinderäten zu gefallen: Der Wall wird bepflanzt, so dass von dem Füllmaterial nichts mehr zu sehen ist. „Das ist auch gut“, so CSU-Fraktionsvorsitzender Peter Ostenrieder. Immerhin war der Platz früher einmal ein schönes Biotop. Mit dem Stopp der Erdauffüllung bleibt von der schönen Aussicht auf die Landschaft wenigstens noch etwas zu sehen.

Sabine Krolitzki

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