3000 Gläubige kamen zum Georgiritt

Bernbeuren - Aus allen vier Himmelsrichtungen pilgerten die Menschen am gestrigen Sonntag zum Georgiritt auf den 1055 Meter hohen Auerberg.

Für die annähernd 3000 Gläubigen wurde dieser Brauchtumsritt und auch die Messe mit dem Augsburger Bischof Konrad Zdarsa zu einem beeindruckenden Erlebnis.171 Reiter, großteils in historischen Uniformen, bildeten die großartige Kulisse für den Gottesdienst am blumengeschmückten Feldaltar auf dem ehemaligen Siedlungsplatz unterhalb der St. Georgs Kirche. Ein farbenprächtiges Bild boten zuvor die drei Reiterzüge, der Fanfarenzug, die Geistlichkeit und die Vorstandschaft des Bernbeurer Georgi-ritt-vereins, Kreuzträger Willi Greis und in glänzender Rüstung der Heilige Georg (Walter Klöck), römische Reiter, die acht Bergknappen sowie die Fahnenabordnungen aus dem Ort und der Umgebung. Angeführt von den Blaskapellen aus Bernbeuren und Rettenbach mit ihren Dirigenten Ignaz Keck und Richard Holl.

Bischof Konrad Zdarsa, Pfarrer Joachim Schnitzer (Bernbeuren) und Pater Vargese (Stötten) sowie Pfarrer Lothar Winner (Rettenbach) zelebrierten den Gottesdienst. „Ich komme als ihr Bischof, denn wir sind im Zueinander verbunden“, sagte der Bischof eingangs der Messe. Und er bat darum, beim Wiehern der Pferde in sich zu gehen. Und er bat die Gläubigen um Standhaftigkeit, Mut und Bereitschaft zur Hingabe.

Dabei erinnerte er daran, „alles was wir geworden sind, sind wir durch andere geworden. Das gelte für Geschichte und Kultur, Sprache und Musik, für die katholische Kirche und für den Glauben. Konrad Zdarsa erinnerte an den Heiligen Georg, der als römischer Offizier hoch zu Ross den Drachen getötet habe und im Jahr 1345 den Märtyrertod gestorben sei.

Zum Gottesdienst intonierten die beiden Kapellen die Schubert-Messe. Der Dreigesang aus Bernbeuren Manfred Karlinger, Peter Völk und Karl Knappich erneuerte während der Kommunion den Georgs-Schwur („Auf zum Schwur mit Herz und Mund…“).

Schließlich segneten die Geistlichen dann die Rösser und Reiter, die Kapellen spielten dazu Beethovens Choral „Die Himmel rühmen“. Mit dem Lied vom guten Kameraden gedachten die Gläubigen der Toten, bevor sich die drei Reiterzüge zu den Klängen des Fehrbelliner Reitermarsches zum Umritt hoch zur Georgskirche aufmachten.

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