Der Übergabe des Förderbescheids an Landrat Zeller (6.v.l.) durch Leader-Manager Ethelbert Babl aus Kempten wohnten auch die Vertreter der Anlieger-Gemeinden bei. Foto: mg

64000 Euro von der EU für das "Sachsenrieder Bähnle"

Schongau - Bisher sind für die „Erlebnisradrunde Sachsenrieder Bähnle“ nur Pläne geschmiedet und Konzepte entworfen worden, doch mit der Übergabe des Förderbescheids in Höhe von 64 000 Euro kann jetzt mit der Umsetzungsphase begonnen werden.

„Wir sind froh, dass es jetzt endlich losgehen kann“, freute sich Landrat Friedrich Zeller, nachdem er von Leader-Manager Ethelbert Babl vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kempten den Zuschussbescheid entgegengenommen hatte.

Bei der Umsetzungsphase sind laut Leader-Manager Babl an der geplanten Radroute, die von Schongau nach Kaufbeuren auf der ehemaligen Bahntrasse führt, eine Reihe von Maßnahmen vorgesehen. Es werden z.B. Rastplätze angelegt, Abstellmöglichkeiten geschaffen und verschiedene Ausstattungselemente (Unterstand, Spielzug, Schienenbus) angeboten. Hinzu kommt eine entsprechende Beschilderung. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich voraussichtlich auf 128 000 Euro.

Warum wird das „Sachsenrieder Bähnle“ von der EU mit 64 000 Euro gefördert? „Hier sind die vier Leader-Kriterien alle erfüllt“, betonte Leader-Manager Babl. Mit dem Ausbau der Radroute entstehe ein attraktives Angebot für die Menschen vor Ort und die Urlaubsgäste. Die Initiative zum Ausbau der Radroute sei von den anliegenden Kommunen ausgegangen, die auch als Projektpartner involviert seien. Zahlreiche Anrainer der ehemaligen Bahnstrecke würden historische Dokumente beisteuern.

Ein wichtiges Kriterium sei auch der positive Beitrag zur Nachhaltigkeit. Durch das Vorhaben würden die umweltfreundliche Naherholung mit dem Fahrrad unterstützt und die Grundlagen für eine mögliche touristische Wertschöpfung geschaffen. Und durch die bezirksübergreifende Zusammenarbeit entstehe ein echter Mehrwert für die beiden Regionen, da diese Route sowohl vom Ostallgäuer Tourismusverband als auch vom Tourismusverband Pfaffenwinkel öffentlichwirksam begleitet werde. Babl: „Eine beispielhafte Vernetzung ist also gegeben.“

„Wir wollen erreichen, dass die Radfahrer auf dieser Route nicht durchrauschen, sondern auch in den Orten verweilen“, kündigte Regionalmanagerin Elisabeth Gutmann von der Lokalen Aktionsgruppe Auerbergland-Pfaffenwinkel an. So könnten sich die Radler z.B. auf eine Schatzsuche begeben. Eröffnet werden soll die Erlebnisradrunde mit einem Sternradeln, ausgehend von Schongau und Kaufbeuren. mg

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