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Eduard Wille (2.v.r.) ist der beste Abiturient des Jahrgangs 1975...

Abiserie: Der Beste aus dem Jahr 1975: "Es ist schön, Landarzt zu sein"

Schongau - Zwei Abiturjahrgänge innerhalb eines Jahres wird es so schnell nicht mehr geben. Anlass genug, um zurückzublicken: Was ist aus den besten Abiturienten am Schongauer Welfen-Gymnasium geworden? Heute Eduard Wille aus Schwabsoien, 1,2-Abitur im Jahr 1975.

Gerne erinnert sich der Allgemeinmediziner an seine Schulzeit in Schongau zurück. „Unsere Schule war damals familiär und überschaubar“, sagt er im Rückblick. „Das Gebäude war neu und freundlich, die Lehrer jung und motiviert, die nicht nur fachliches Wissen vermittelten, sondern uns auch menschlich gebildet haben.“ Und das hat bei dem Mediziner, der in Steingaden geboren und aufgewachsen ist, bleibenden Eindruck hinterlassen. Er kann sich noch sehr genau an seine Lehrer erinnern: „Zum Beispiel Herr Kosian, der uns nicht nur in Mathe und Physik unterrichtete sondern uns auch lehrte, vor lauter Einzelheiten den Überblick nicht zu verlieren“, sagt Wille. „Kosian und andere Kollegen haben auch noch in den Ferien mit uns Schülern mehrtägige Bergtouren unternommen.“

... heute ist er als Landarzt glücklich.

Lehrer Hälbig habe die Schüler damals freundlich und humorvoll unterrichtet sowie mit ihnen bei Ausflügen und Wandertagen oft Fußball gespielt. „Dr. Pörnbacher vermittelte uns nicht nur auf spannende Art geschichtliche Zusammenhänge, sondern weckte durch viele Theater- und Opernbesuche sowie bei zahlreichen Ausflügen unser kulturelles Interesse.“ Als Klassen- und stellvertretender Schulsprecher konnte sich Wille auf dem Gymnasium auf eine wohlwollende und konstruktive Zusammenarbeit mit dem damaligen Direktor Manert verlassen.

Schon während der Schulzeit hat Eduard Wille gerne und viel Sport getrieben. „Ich bin schon immer viel in die Berge gegangen und habe zum Beispiel 1973 den Mont Blanc im Sommer bestiegen“, berichtet der Schwabsoier. „Und im nächsten Winter habe ich die ,Haute Route‘ von Chamonix bis Zermatt mit den Tourenski zurückgelegt.“

Sport und Natur spielen noch immer eine wichtige Rolle in Willes Leben: „Auch heute noch verbringe ich einen Großteil meiner Freizeit in der freien Natur mit Ski- Berg- und Radltouren. Seit knapp 30 Jahren fahre ich auch mit meiner Frau begeistert Tandem“, erklärt der 55-Jährige. „Wir sind zum Beispiel vor fünf Jahren von Schwabsoien nach Rom geradelt und versuchen zusammen mit Freunden seit 1999 auf jeweils unterschiedlichen Mountainbike-Routen die Alpen mindestens einmal im Jahr zu überqueren.“

Nach bestandenem Abitur im Jahr 1975 folgte für Wille der Wehrdienst. Diesen absolvierte er bei der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Mittenwald. „Dort hatte ich zwei Jahre lang die Möglichkeit, mit einigen Nationalmannschaftsmitgliedern Biathlon zu trainieren und an vielen Biathlon-Wettkämpfen teilzunehmen.“

Alle Teile der Abiserie im Überblick 

Nach dem Wehrdienst begann Wille im Wintersemester 1977/78 sein Medizinstudium an der LMU in München. „Von 1984 bis 1989 habe ich dann als Assistenzarzt auf der Inneren und Chirurgischen Abteilung im Krankenhaus Penzberg gearbeitet.“ Und dann folgte für den Herzblut-Mediziner ein weiterer, wichtiger Schritt: „Anfang 1990 habe ich dann meine Praxis für Allgemeinmedizin in Schwabsoien eröffnet.“ Mitterweile ist er froh, dass er inzwischen von zwei Kollegen bei der Betreuung seiner Patienten in der Region unterstützt wird.

Wie Wille erklärt, stand schon während seiner Bundeswehrzeit sein Berufsziel „Landarzt” fest. „Es ist schön, in einem überschaubaren Dorf mit seinen Patienten leben zu können und sie nicht nur dann zu sehen, wenn sie krank sind.“

Neben Eduard Wille haben 1975 auch Wolfgang Manert, Walter Nestler und Josef Stahl das Abitur als Beste bestanden.

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