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Die zwölf besten Entlassschüler der Berufsfachschule Schongau. Sabine Fichtl (3.v.re) neben Landrätin Andrea Jochner-Weiß.

Abschluss der Schongauer Berufsfachschule

Auch im Vergleich mit München Beste

Schongau - Nur knapp an der 1,0 vorbeigeschrammt ist Sabine Fichtl, die an der Schongauer Berufsfachschule ihren Abschluss als Kaufmännische Assistentin gemacht hat. Auch in der Münchner Sabelschule gab es keinen besseren Abschluss.

58 Schüler der Berufsfachschule Schongau bekamen jetzt ihre Zeugnisse. Nachdem Schulleiter am Vortag die Schüler des Beruflichen Schulzentrums in die Berufswelt verabschiedet hatte, waren nun die Schüler an der Reihe, die an der Berufsfachschule für Kinderpflege, für Sozialpflege, und der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung sowie als kaufmännische Assistenten der Stiftung Sabel München gelernt hatten. 54 Mal hieß es auf den Zeugnissen bestanden, ein Dutzend Abschlussschüler erhielten einen Preis für ihre Leistung.

Insgesamt konnte Schulleiter Thomas Schütz je 20 Kinder- und Sozialpflegerinnen und Pfleger, neun Versorgungshelferinnen und sieben kaufmännische Assistentinnen und Assistenten verabschieden. Die jetzt an einem Knotenpunkt stünden, wie Landrätin Andrea Jochner-Weiß in ihrer Rede meinte. Das Leben sei eine lange Reise, man könne ein-, aus- oder umsteigen, es heiße Abschied nehmen und neue Menschen kennenlernen. Und gerade wären die Schüler an einer Station angelangt, von wo aus es in viele Richtungen weiter gehe. Nun stünden sie aber vor der Frage, wo die Reise hingehe, welchen Proviant man einpacke und welches Gepäck man mitnehme. Hätten sie bis dato die Beratung der Lehrer gehabt auf ihrer Reise, seien sie nun auf sich selbst gestellt, müssten in Eigenregie entscheiden.

Und auch Thomas Schütz hatte sich über die Schüler Gedanken gemacht und war auf einen Reisenden gestoßen. Einen weisen Reisenden allerdings, der wie auch die Schüler einen besonderen Schatz besitze. Dieser Schatz, dieser Reichtum, das sei die Begabung eines jeden, persönliche und Charakterstärken. Die man weder schenken noch kopieren oder sich nehmen könne. Sondern nur entwickeln und sie dann anderen zur Verfügung stellen könnte. Das sei es, so Schütz weiter, was die nun Ex-Schüler tun könnten, sich weiterentwickeln, Vorbild werden, Verantwortung übernehmen, in die Rolle des Tragenden schlüpfen. „Bringen Sie sich ein!“, forderte Schütz und meinte, es wäre doch gut, wenn es hieße: Diese Mitarbeiterin ist eine Perle, dieser Mann Gold wert. Sich seiner selbst bewusst zu werden, so Schütz, das sei Weisheit. Und er hoffe, dass seine Schüler dafür das Rüstzeug bekommen hätten.

Dass sie das haben, zeigen die Noten der Schüler, zwölf wurden für ihre Leistungen mit einem Staatspreis ausgezeichnet. Beste Schülerin ihres Jahrganges aus sieben kaufmännischen Assistentinnen in Schongau, mit München zusammen aus 52, wurde Sabine Fichtl. Die, so ließen es die Worte von Michael Walter erahnen, nur äußerst knapp an der glatten Eins vorbeigeschrammt war. Der große Glückwunsch ging also nach Rottenbuch.

Oliver Sommer

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