Macron spricht von „Angriff“ - mehrere Verletzte bei Explosion in Fußgängerzone von Lyon

Macron spricht von „Angriff“ - mehrere Verletzte bei Explosion in Fußgängerzone von Lyon
+
Da sitzen Profis im Sattel: Der Schongauer Bikepark ist gut eingeführt und eine Attraktion im Umkreis von 100 Kilometern.

Ehrenamtliche drohen mit Rückzug

Ärger über Bikepark-Check der CSU

  • schließen

Großen Wirbel hat der Bikepark-Check der Schongauer CSU verursacht. Der ehrenamtlich engagierte Bikepark-Pate Helmut Lerf ärgert sich auf der offiziellen Facebookseite, dass der Bikepark nun auch Plattform sei für „politische Machtspiele“. Lerf geht von 4000 bis 5000 Euro Schaden aus. „Die CSU hat sich Zutritt verschafft“, so sein Vorwurf. Jemand habe den Bike-Park ohne Absprache aufgesperrt.

SchongauSpielplätze hat die CSU Schongau schon alle gecheckt, nun folgte der Schongauer Bikepark. Hierzu war für Samstagnachmittag offiziell eingeladen worden – in der nächsten Stadtratssitzung am heutigen Dienstag sollte das Ergebnis des Checks, der überwiegend positiv ausfiel, übermittelt werden (wir berichteten).

Mittlerweile ist das Thema Bikepark innerhalb der Stadt Schongau zur Chefsache geworden. Denn die Ehrenamtlichen wollen sich nicht mehr weiter engagieren, bis geklärt ist, wer den Bikepark geöffnet hat. Das Gelände sei am Samstag nach den Regenfällen in der vergangenen Woche nicht freigegeben gewesen, die Strecken völlig durchweicht. Die CSU habe sich ungefragt Zutritt verschafft, so der Vorwurf von Bikepark-Pate Helmut Lerf in einem persönlichen Gespräch mit den Schongauer Nachrichten. Politik interessiere ihn zwar nicht, aber die CSU sei als ehemaliger Bikepark-Gegner nun als Bikepark-Checker aufgetreten und habe sich über ein bisher funktionierendes Netzwerk an Absprachen und Organisation hinweggesetzt, ärgert er sich. „Das vernichtet jegliches Engagement – die Helfer sind alle angefressen“, so Lerf. Allein am Samstag seien „durch unsachgemäßen Gebrauch“, etwa das Befahren der Strecke von Erwachsenen auf Kinderrädern, große Schäden entstanden. Diese beziffert Lerf mit 4000 bis 5000 Euro. „Eigentlich müsste man nun eine Fremdfirma beauftragen und die Verantwortlichen zahlen lassen“, so Lerf. Im Übrigen sei der Park auch am Sonntag ohne Absprache geöffnet gewesen, „irgendwas läuft da nicht gerade“.

Peter Bommersbach (CSU), der den Bikepark-Check mit organisiert hatte, wehrt sich gegen den Vorwurf, das Gelände unerlaubterweise betreten zu haben. „Das ist unverschämt, der Bikepark war offen.“ Grundsätzlich habe man zwar niemandem offiziell Bescheid gesagt, aber auch niemandem etwas Böses tun wollen oder gar in die Pfanne hauen. „Das war kein politisches Machtspiel“, stellt er klar, zumal er selbst den Bikepark immer befürwortet habe.

Dr. Oliver Kellermann las interessiert die Kommentare auf Facebook, verstand diese als „konstruktive Kritik“. Gerne nehme er Seitenhiebe gegen die CSU in Kauf, denn es sei natürlich toll, was da ehrenamtlich geleistet werde. „Wir von der CSU waren großteils gegen den Bikepark, hauptsächlich wegen der Anwohner. Aber wir haben in der Abstimmung verloren und die Anwohner vielleicht zu laut getrommelt – wir haben uns geirrt“, lobt Dr. Kellermann den Bikepark. Man habe sich nur selbst ein Bild machen wollen, über das Befahren der Strecke mit einem Kinderfahrrad habe man nicht nachgedacht.

Bei der Stadt Schongau wolle man der Sache nun auf den Grund gehen, Bürgermeister Falk Sluyterman kümmert sich selbst darum. Grundsätzlich sei man jedoch sehr interessiert an einer weiteren Zusammenarbeit mit Helmut Lerf, Karin Böhm und dem ehrenamtlichen Helfer-Team für den Bikepark. „Das ist megamäßig, was Herr Lerf da leistet“, lobt ihn Alfons Wittmann, in Schongau für den Unterhalt der städtischen Sportanlagen zuständig. Lerf bemühe sich stetig um die Sicherheit der gesamten Anlage, prüfe das Gelände vorab und entscheide von Fall zu Fall, ob geöffnet werden könne oder nicht. Mitarbeiter des Bauhofs unterstützen das Team beim Fahren von Material oder schweren Arbeiten, für das Mähen des Steilhangs werde eine Spezialfirma beauftragt.

Laut Lerf leisten die Ehrenamtlichen 150 bis 200 Stunden Arbeit – kleine Handgriffe wie das Leeren von Mülleimern oder Füllen von Erste-Hilfe-Kästen nicht mitgerechnet. Wittmann: „Der Bikepark ist eine tolle Sache, die die Stadt Schongau weit über ihre Grenzen hinaus bekannt gemacht hat – wir bekommen 99,9 Prozent positive Rückmeldungen“.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Großeinsatz: Amokalarm an Berufsschule Schongau ausgelöst - Das steckt dahinter
Eine Durchsage warnte vor einem Amoklauf an der Berufsschule Schongau. Zunächst war unklar, warum der Alarm ausgelöst worden war. 
Großeinsatz: Amokalarm an Berufsschule Schongau ausgelöst - Das steckt dahinter
Die Biene mit allen Sinnen erforschen
Das Drei-Jahres-Projekt „Kinder helfen Bienen“ der Gemeinde Peiting geht ins zweite Jahr. Kinder sollen auf spielerische Weise mit dem Thema vertraut gemacht werden.
Die Biene mit allen Sinnen erforschen
Sportliche Mamas „lassen die Sau raus“
Gemeinsam Spaß haben und obendrein etwas Gutes tun wollen 13 Mütter aus der Schongauer „Mama-Baby-Fitstunde“. Dass sie sich dabei von oben bis unten mit Schlamm …
Sportliche Mamas „lassen die Sau raus“
Gymnasiasten warten auf Mensa-Ergebnis
Die Ausschreibung für die neue Mensa am Schongauer Schulzentrum ist beendet. Jetzt heißt es warten. Die Gymnasiasten würden „ihrer“ Herzogsägmühle nachtrauern.
Gymnasiasten warten auf Mensa-Ergebnis

Kommentare