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Haben viel mit den Tieren vir: Thomas Lein und Bärbel Schlamp.

Saliterhof in Kurzenried

Kuschel-Wolle und Therapie-Erfolg

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Peiting/Kurzenried - Wolle, Therapie, Dung – Bärbel Schlamp und Thomas Lein setzen voll auf ihre Alpakas. Über 50 Tiere sollen dort leben. Und dafür muss auch ordentlich was gemacht werden, auf dem Saliterhof. Darüber hat nun auch der Bauausschuss diskutiert.

Schon länger haben Bärbel Schlamp und Thomas Lein größeres vor mit ihrem Saliterhof in Kurzenried. Auch der Bauausschuss hat sich mehrmals mit der Thematik beschäftigt. Schließlich müssen Wünsche der Bauherren und die Möglichkeiten, die das Baurecht hergibt, abgeglichen werden. Nun nehmen die Pläne von Schlamp und Lein Gestalt an: Es sollen sowohl eine Halle für die Alpaka- und Pferdehaltung als auch Unterstände für die Tiere errichtet werden.

Momentan 28 Alpakas und zwei Fohlen leben auf dem Saliterhof. Außerdem sieben Pferde, davon drei eigene. Dabei soll es nicht bleiben. Mindestens 50 Alpakas sollen auf dem Hof in Kurzenried ein Zuhause finden.

Projekt ist auch gut für Peiting

Die Tiere sind aber nicht nur einfach so da. Mit ihnen hat das Paar so einiges vor. Sogar ihre Berufe, die sie bis jetzt ausüben, möchten sie dafür kündigen. „Wir wollen die Wolle unserer Alpakas verarbeiten und im Hofladen verkaufen“, erklärt Schlamp. Im Hof-Café sind auch Feste angedacht. Momentan werde die Wolle in Peiting gelagert. Doch wenn alles – vom Scheren bis zur Produktion – auf dem Saliterhof passiert, sind auch die Wege kürzer. „Außerdem wollen die Kunden die Tiere sehen, von denen sie die Wolle beziehen“, so Schlamp. Alpaka-Wolle mache mittlerweile sechs Prozent des Weltmarktes aus, erklärt sie. Marken wie Esprit oder S’Oliver verwenden das Garn für ihre Kleidungsstücke. „Alpaka-Wolle nimmt keine Gerüche an und ist sehr weich“, erklärt Schlamp.

Bis zum Winter soll wenigstens die Halle in Kurzenried fertig sein. Denn einige Maschinen für die Verarbeitung kommen bis aus Kanada. Im Frühsommer ist die Eröffnung geplant.

Damit das ganze Tier genutzt wird, ohne es zu töten, verkaufen die beiden auch den Dung. „Den haben wir prüfen lassen und er eignet sich perfekt als Naturdünger“, betont Thomas Lein.

Bayerische Alpakas

Ein weiterer Schwerpunkt auf dem Saliterhof soll die Therapie sein. „Alpakas sind ähnlich sensibel wie Delfine“, so Lein. Eine Therapeutin steht auf Abruf bereit. Das ganze haben Schlamp und Lein schon ausprobiert: Sowohl von Herzogsägmühle als auch vom Landhaus Pfaffenwinkel haben Menschen schon von der Wirkung der Tiere profitiert. „Das klappt ganz wunderbar“, freut sich Schlamp.

Übrigens: Bei den Alpakas in Kurzenried handelt es sich um bayerische Tiere. Ursprünglich kommen die wuscheligen Begleiter aus den südamerikanischen Anden.

Nachdem die Halle schon vom Landratsamt abgesegnet wurde, stimmte auch der Peitinger Marktgemeinderat geschlossen für das Vorhaben von Schlamp und Klein. „Touristisch und therapeutisch wird das Projekt auch ein Zugewinn für den Ort“, freut sich Bürgermeister Michael Asam.

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