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Ein Hochwasserschutz für die fünf Schönach-Gemeinden ist machbar, kostet aber Geld. VG-Vorsitzender Xaver Fichtl und Bauamtsleiter Rainer Seidl erläuterten die Einzelheiten.

Altenstadt

Es braucht einen Hochwasserschutzplan

Altenstadt - Ein umfassender Hochwasserschutz für die fünf Schönach-Gemeinden ist notwendig und auch finanziell möglich. Darüber waren sich die fünf Bürgermeister und zugleich VG-Mitglieder Xaver Fichtl (VG-Vorsitzender), Albert Hadersbeck , Siegried Neumann, Norbert Essich und Guntram Vogelsgesang auf der jüngsten VG-Sitzung in Altenstadt einig.

Erstes Ziel ist die Erstellung eines integrierten Hochwasserschutzkonzeptes. Wie Bauamtsleiter Rainer Seidl erläuterte, gehört dazu ein Hochwasser- und Rückhaltekonzept sowie ein Gewässerentwicklungsplan.

Laut Aussage des Weilheimer Wasserwirtschaftsamtes könnte dabei auf eine Machbarkeitsstudie des Ingenieur-Büros Blasy Overland aus dem Jahr 2005 zurückgegriffen werden. Darin sind die notwendigen Maßnahmen in dem Maßnahmenkonzept „Dezentraler Hochwasserschutz für die regionale Landentwicklung Auerbergland – Einzugsgebiet Schönach“ gebündelt. Die Direktion für Ländliche Entwicklung München hatte damals den Auftrag dazu gegeben.

Gegebenenfalls müsste diese immerhin elf Jahre alte Studie neu überarbeitet und den in dieser Zeit eventuell veränderten Gegebenheiten angepasst werden. Rainer Seidl hatte dazu nunmehr eine gezielte Projektsteuerung, eine zeitgemäße Umsetzung der Terminplanung, die Prüfung und Beantragung von Fördermitteln anhand der aktuellen Zuwendungsrichtlinien sowie die Vorbereitung und Durchführung von Ausschreibungen vorgeschlagen.

VG-Vorsitzender Xaver Fichtl hält dazu zunächst die Gründung eines Zweckverbandes für unabdingbar. „Wie dieser ausschaut, müssen wir diskutieren.“ Im Übrigen werde ein Hochwasserkonzept ohne Gewässerschutzplan nicht gehen. Dazu, so Fichtl, müssten auf jeden Fall die Landwirte mit ins Boot geholt werden.

Hinsichtlich der Kosten konnte der Bauamtsleiter noch nichts sagen. Nur so viel. Dass mit einer staatlichen Förderung von 75 Prozent durchaus gerechnet werden könnte. Die darüber hinaus gehenden Kosten, so der Vorschlag von Kämmerer Sebastian Ostenrieder, müssten nach Gründung eines Zweckverbandes nach einem vorher bestimmten Schlüssel auf die VG-Gemeinden umgelegt werden.

Am 7. Dezember 2016 wollen sich die VG-Mitglieder erneut mit dem Thema befassen. Und auch schon etwas in der Hand haben. Denn bis dahin sollte ein beauftragtes Ingenieur-Büro Unterlagen vorlegen, aus denen dann genau, deren Leistungen und auch die für eine Ausschreibung notwendigen Modalitäten hervorgehen.

Walter Kindlmann

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