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Diese Straßenlaternen sollten auf Wunsch der Anwohner durch schönere ersetzt werden.

Gemeinderat Altenstadt

Deko-Leuchten nur im Bereich der Basilika

Altenstadt - Deko-Leuchten im alten Ortskern waren umstrittenes Thema im Altenstadter Gemeinderat. Beschlossen wurde schließlich ein Austausch des gesamten Leuchtensystems im Rahmen eines LEW-Förderprogramms. Kosten für die Gemeinde rund 77.500 Euro.

Im Zuge der Dorferneuerung und Erdverkabelung in der St. Lorenz-Straße wünschen sich die Anwohner Deko-Straßenleuchten, um den Charakter der alten Dorfstraße zu unterstreichen. Ein Wunsch, der bei Bürgermeister Albert Hadersbeck durchaus auf offene Ohren stieß. Sein Vorschlag: Grundsätzlich zu überlegen, ob man die Beleuchtung im Bereich um die Basilika, sprich Friedhofsweg, einen Teilbereich St. Michael-Straße und am Bichl sowie St. Lorenz-Straße, Mühlenweg und am Berg mit Deko-Leuchten ausstatten sollte. Diese sind allerdings teurer als die bisherige Beleuchtung. Die acht Leuchten in der St. Lorenz-Straße würden mit 2920 Euro Netto-Mehrkosten zu Buche schlagen.

Schönere Leuchten machen Eindruck

„Man kann schon durch das Leuchtmittel einen positiven Effekt erzielen. Vor einer endgültigen Entscheidung sollten wir erst andere Lampen ausprobieren“, wendete Konstantin Papamichael ein.

Für schönere Leuchten sprach sich Kathrin Högg aus: „Die Lampen unterstreichen den Charakter der Straßen und runden den Eindruck ab!“ Dem konnte sich Hadersbeck anschließen. Nicht nur Leuchtkörper, auch die Form der Lampen vermitteln einen bestimmten Charakter.

Sepp Reich befürchtete dagegen, einen Präzedenzfall zu schaffen. „Wir haben damals entschieden, nur für öffentliche Plätze und rund ums Rathaus andere Laternen zu verwenden. Ich bin sicher, wenn wir davon abweichen, wollen Anwohner im Neubaugebiet das selbe“, meinte er. Sein Vorschlag: Die Anwohner könnten ja die Mehrkosten der Deko-Leuchte selber bezahlen.

Dem widersprach Kathrin Högg: „Ich bin der Meinung, dass man das anders sehen kann als im Neubaugebiet.“

Mehr anfreunden konnten sich die Gemeinderäte mit dem Angebot, im Rahmen eines LEW-Förderprogramms die Leuchtmittel im Gemeindebereich zu 80 Prozent gegen LED-Beleuchtung auszutauschen. 178 Leuchten mit acht Jahren Garantie wurden, über acht Jahre hinweg, mit jeweils 9079 Euro plus rund 500 Euro für Sicherungskästen veranschlagt.

Deutliche Meinung im Gremium

Hadersbeck regte an, die sechs Prozent Sofortzahlungsrabatt in Anspruch zu nehmen und dadurch rund 9000 Euro einzusparen. „Dann hätten wir die nächsten acht Jahre Ruhe und eine wesentliche Energieeinsparung“, so Hadersbeck. Zudem bestehe die Chance, eine günstigere formschöne Leuchte für den Ortskern zu verwenden.

Für Gemeinderat Johann Deschler machte ein Austausch der Laternen nur im alten Ortskern Sinn, Michael Dulisch hielt Deko-Leuchten nur an besonderen Plätzen, nicht zum Beispiel im Mühlenweg, für vertretbar.

Einstimmig beschlossen wurden schließlich, Deko-Leuchten im Bereich um die Basilika. Die anderen Bereiche wurden mit fünf zu acht Gegenstimmen abgelehnt.

Ursula Fröhlich

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