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Bauteile für Raketenabwehrsysteme von der Firma Jenoptik in Altenstadt sind stark gefragt. Zuletzt wurde ein Elf-Millionen-Euro-Deal abgeschlossen.

neue auftragswelle

Millionengeschäft für Jenoptik

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Altenstadt - Die Firma Jenoptik in Altenstadt (früher Lechmotoren) hat zwei dicke Auftrags-Fische an Land gezogen. Verschiedene Bauteile für ein Raketenabwehrsystem sollen dem Unternehmen bis zu 40 Millionen Euro Jahresumsatz bescheren. Dafür wird sogar das Fachpersonal aufgestockt.

Die Deutsche Bundeswehr hat 2015 dem türkischen Militär Raketenabwehrsysteme geliehen. Sie dienten der bessern Überwachung des Grenzbereichs zu Syrien. Was die Wenigsten wissen: In diesen Raketen ist hochwertige Technik aus Altenstadt verbaut. Eine kleine Erfolgsgeschichte, die nun seine Fortsetzung findet. Vor kurzem konnte das Unternehmen Jenoptik (ehemals Lechmotoren) neue Aufträge gewinnen. Wieder geht es um Bauteile, die in sogenannten bodengestützten Mittelstrecken-Flugabwehrsystemen verbaut werden. Gesamtwert des Deals: elf Millionen Euro.

Ist der Auftrag erst der Anfang?

„Das ist für unser Werk in Altenstadt ein sehr sehr großer Auftrag“, sagt Geschäftsführer Klaus Badstieber. Und offensichtlich erst der Anfang. „Wir werden noch weitere Aufträge in diesem Bereich und dieser Größenordnung bekommen.“

Genaue Angaben über den Abnehmer darf und möchte Badstieber nicht nennen. Es handelt sich wohl um zwei Kunden aus dem transatlantischen Raum, in den Jenoptik schon seit vielen Jahren seine Produkte verkauft.

Fakt ist: Durch diese neue Auftragswelle steuert das Unternehmen auf einen Jahresumsatz von bis zu 40 Millionen Euro zu. Rekordverdächtig. Und ein starkes Zeichen für die Region. „Die gute Auftragslage zeigt, dass wir unseren Standort in Altenstadt langfristig halten können und weiter ausbauen werden.“

Gute Nachrichten also für die derzeit 200 Mitarbeiter (darunter 20 Azubis), bei denen es allerdings nicht bleiben wird. „Wir werden vorerst versuchen, fehlendes Personal mit Mehrarbeit zu kompensieren“, sagt Badstieber. Gleichzeitig wird zur Bewerkstelligung der Großaufträge allerdings auch neues Personal gesucht. Nicht irgendeines. „Wir brauchen für unsere Produkte gut geschultes Fachpersonal, alles andere macht gar keinen Sinn.“ Dass gute Leute in der Industrie seit geraumer Zeit schwer zu finden sind – ein offenes Geheimnis. Vorerst kann sich das Stammpersonal bei Jenoptik in Altenstadt also auf jede Menge Überstunden einstellen.

Es wartet ein Berg Arbeit

Und Urlaubssperren? Geschäftsführer Badstieber informierte seine Mitarbeitern bereits vor einigen Wochen über die neue Auftragswelle. Und konnte beruhigen. Der für jetzt geplante Sommerurlaub während der Ferien sei nicht gefährdet. „Nach der Urlaubszeit wird der Berg Arbeit aber angepackt.“

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