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Noch ein landwirtschaftliches Anwesen: Auf dem Rösch-Areal in Altenstadt sollen nach dessen Abriss vier Gebäude – hauptsächlich zu Wohnzwecken – entstehen.

Gemeinderat Altenstadt

40 Wohnungen nehmen erste Hürde

Drei Wohnhäuser mit zusammen 40 barrierefreien Wohnungen und ein weiteres Gebäude, das sowohl gewerblich,  als auch zu Wohnzwecken genutzt werden könnte, sollen auf dem landwirtschaftlichen Rösch-Anwesen nach dessen Abriss gebaut werden. Mit der Genehmigung des Bebauungsplanes durch den Gemeinderat ist die erste Hürde genommen. Über den Bauantrag, die zweite Hürde, entscheidet das Landratsamt.

Altenstadt – „Wir könnten damit einen Teil des Wohnungsbedarf an barrierefreien Wohnungen erfüllen“, sagte Bürgermeister Albert Hadersbeck auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Bei den 20 in den vergangenen Jahrzehnten gebauten Wohnanlagen in der Gemeinde ist lediglich eine barrierefrei. Für die ältere Generation sei es schwer geeignete Wohnräume zu finden. Aber auch junge Familien suchten Wohnungen. „Das wäre dann eine gesunde Mischung“, so der Bürgermeister.

Das 6000 Quadratmeter große Areal befindet sich zwischen der Jahnstraße und dem Friedhofsweg. Zu Friedhof und der Schreinerei besteht ausreichender Abstand. Hin zur Basilika sind es 65 Meter. Ausreichend, findet die Gemeinde.

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege in München hingegen hat hinsichtlich der Nähe zur Basilika und auch der geplanten Größe der vier Baukörper (jeweils 27,5 Meter lang, die Firsthöhe mit 11,60 Metern dem Pfarrhaus untergeordnet) Bedenken geäußert. Die Basilika beherrsche das Ortsbild von Altenstadt. Die südliche Ansicht hin zur Basilika sei derzeit noch einigermaßen unverstellt. Die geplanten Neubauten mit ihren Ausmaßen und Situierung seien an dieser Stelle völlig verfehlt. An diesem sensiblen Standort sei nur eine Bebauung denkbar, die dem städtebaulichen Charakter der ländlichen Umgebung entspreche.

Die Stellungnahme des Gemeinderates lautet dagegen: Der Gemeinde sei sehr wohl bewusst, dass die Belange des Denkmalschutzes sowohl aus städtebaulicher Sicht als auch aufgrund des verfassungsrechtlichen Schutzes in der Bauleitplanung in besonderer Weise zu beachten sind. Der Gemeinderat stellt zudem fest, dass die Basilika im Ortsbild der Gemeinde gelegen und von Bebauung umgeben ist. Es handele sich bei dem Rösch-Anwesen um ein sogenanntes Innenbereichsgrundstück und besitze somit Baurecht. Durch die Bebauung werde nicht unmittelbar in das Denkmal eingegriffen.

Daher hat sich der Gemeinderat dafür entschieden, die seit Januar 2016 und immer wieder überarbeitete geplante Bebauung im Bebauungsplan beizubehalten. Insgesamt wurden 28 Träger öffentlicher Belange um ihre Stellungnahme gebeten. Es gab dabei etliche Anmerkungen und Hinweise. Im Wesentlichen ging es darum, dass durch die Wohnbebauung der naheliegende Schreinereibetrieb in seiner Existenz nicht eingeschränkt werden darf, die künftigen Anwohner das Glockengeläut der Basilika und auch landwirtschaftliche Gerüche zu dulden haben.

Der Gemeinderat hat letztlich die Verwaltung beauftragt, den Bebauungsplan bekannt zu geben und den Verfahrensabschluss durchzuführen. Der Flächennutzungsplan wird an die Festsetzungen des Bebauungsplanes angepasst.

Walter Kindlmann

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