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Airbus-Attrappe in Originalgröße als Spezial-Trainingsgerät

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Von: Jörg von Rohland

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Ein Container für Hydraulik und Pneumatik wird per Kran an seinen zukünftigen Ort hinter dem Air Movement Training Center (AMTC) gehoben.
Ein Container für Hydraulik und Pneumatik wird per Kran an seinen zukünftigen Ort hinter dem Air Movement Training Center (AMTC) gehoben. © Bundeswehr/Nico Lessentin

Die Luftlande-/Lufttransportschule der Bundeswehr in Altenstadt erhält eine moderne Nachbildung des Airbus-Transportflugzeuges A400M. Mit der Laderaum-Attrappe werden die Soldaten künftig den Luftumschlag und -transport trainieren.

„Nachdem der Airbus A400M in der Bundeswehr als neues Transportluftfahrzeug nun vollumfänglich genutzt wird, ist eine adäquate Ausbildung unerlässlich“, erläutert Nico Lessentin, Presseoffizier der Luftlande-/Lufttransportschule. Daher bekomme die Schule nun „ein Ausbildungsmittel in Originalgröße“. Hergestellt wurde die A400M-Attrappe von der Rheinmetall-Partnerfirma AMAS. Fünf Monate wird der Aufbau im „Air Movement Training Center (AMTC)“ dauern. Die Gesamtkosten liegen bei rund 18 Millionen Euro.

Jahrelanger Vorlauf

Der bereits begonnenen Errichtung des Geräts in der Franz-Josef-Strauß Kaserne war ein jahrelanger Vorlauf vorangegangen. „Zu allererst musste der Trainer in der Firma aufgebaut und dort bereits auf Design, Leistungsfähigkeit und Funktion getestet werden“, heißt es. Nach den erfolgreichen Tests wurde das Übungsgerät wieder zerlegt und nach Altenstadt gebracht. Im AMTC beginnt der Aufbau nun wieder von vorne. Ende August soll er abgeschlossen sein, es folgt eine weitere Testphase sowie anschließend „die Ausbildung der Ausbilder“. „Ready for Training“ heißt es dann ab der 41. Kalenderwoche.

Soldaten trainieren Verzurrung der Ladung

Die Soldaten werden künftig mit der Attrappe die Be- und Entladung des Flugzeuges sowie die Verzurrung der Ladung im A400M trainieren. Des Weiteren finde die Ausbildung der Fallschirmspringer sowie die Notverfahren zum Retten von hängen gebliebener Fallschirmspringer statt, erläutert der Oberstabsgefreite Alexander Pautz auf Anfrage. Generell sei beim Be- und Entladen von Flugzeugen darauf zu achten, dass eine Gefährdung der Soldaten sowie eine Beschädigung des Flugzeuges vermieden werde, erklärt Pautz den Grund für das umfangreiche Training. Beladen werden kann der A400M ihm zufolge mit Fahrzeuge aller Art sowie militärischen Standardpaletten bis vier Tonnen Gewicht „mit allen erdenklichen Gütern“. Als Beispiele nennt der Obergefreite Ausrüstungsgegenstände, Waffen, Munition und Hilfsgüter.

Deutschlandweit einzigartig

Die Luftlande-/Lufttransportschule hat mit ihrem Trainingsangebot deutschlandweit ein Alleinstellungsmerkmal. Sie sei die zentrale Ausbildungsstätte für alle Luftumschlagkräfte der Bundeswehr, betonen die Verantwortlichen. „Das heißt, alle Soldaten, die mit der Be- und Entladung von Flugzeugen betraut sind, durchlaufen ihre Basisausbildung in Altenstadt“, erläutert Pautz. Anschließend werden die Frauen und Männer an den Militärflugplätzen Deutschlands sowie in allen Auslandseinsätzen sowie Übungen im Ausland eingesetzt.

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