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A400M-Überflüge auch in Zukunft selten

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Von: Jörg von Rohland

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Bleibt ein seltener Gast: Der Militärtransporter A400M wird noch lange keine Fallschirmspringer über Altenstadt absetzen. © Herold/Archiv

Die Flotte des Militär-Airbus A400M rückt näher an Altenstadt heran, Lagerlechfeld bei Augsburg wird zum zweiten Standort in Deutschland. Überflogen wird der Heeresstützpunkt in Zukunft von ihr dennoch nicht allzu oft. Fallschirmspringer wird der Riesenvogel nach Angaben eines Sprechers auf absehbare Zeit gar keine absetzen.

Altenstadt „Der A400M ist für den Sprungdienst nicht freigegeben“, erläutert Leutnant Christoph Hartung. Der Presseoffizier des Heeresstützpunkts in Altenstadt kann auch noch keine Termine nennen, zu denen der Militärtransporter Lasten über dem Heeresflugplatz abwerfen wird.

Bekanntlich ist der A400M das Nachfolgeflugzeug der Transall, die auch seit vielen Jahren bei Altenstadt Fallschirmspringer absetzt. 25 der neuen Maschinen sind auf dem Fliegerhorst Wunstorf bei Hannover stationiert, in Zukunft wird Lagerlechfeld bei Augsburg zweiter Standort des A400M werden. 13 Maschinen soll er aufnehmen. 170 Millionen Euro investiert der Bund dafür, 500 zusätzliche Dienstposten werden geschaffen. Der reguläre Flugbetrieb in Lagerlechfeld soll aber erst 2025 beginnen.

Aus diesem Grund ist auch in Altenstadt noch vieles unklar. Mehr als „ein paar Mal pro Jahr“ dürfte der Militärtransporter nicht nach Altenstadt kommen, vermutet der Presseoffizier. Wie berichtet, war das Flugzeug bislang erst einmal im Sommer 2018 über Schongau und Altenstadt zu sehen. Bei den Überflügen in rund 400 Metern Höhe wurde die Zusammenarbeit der Flugleiter am Boden mit der Crew an Bord des Transporters geprobt. Zu den für den Herbst 2018 geplanten Lastenabwürfen kam es nicht.

Die Soldaten in Altenstadt werden in Zukunft aber auf alle Fälle an sogenannten Verladesimulatoren geschult, um den Umgang mit dem A400M zu erlernen, bestätigt Hartung. Gleiches galt und gilt auch noch für die Transall, die, wie berichtet, für die Bundeswehr auch weiterhin noch im Einsatz sein wird.

Die Fallschirmspringer in Altenstadt werden nach Angaben des Presseoffiziers auch in Zukunft mit kleineren Maschinen direkt vom Heeresflugplatz aufsteigen. Die Flugzeuge werden von der Bundeswehr gechartert. Neben zwei sogenannten M-28 Skytruck-Maschinen sind für das taktische Freifalltraining auch zwei SC-7 Skyvan am Himmel unterwegs.

Bekanntlich hatte es im vergangenen Jahr vereinzelte Klagen von Anwohnern über den Fluglärm gegeben. Nach Angaben der Bundeswehr wird versucht, die Belästigungen so gering wie möglich zu halten, die Maschinen starten zumeist Richtung Westen. Nur bei ungünstigen Windverhältnissen wird Richtung Osten gestartet, versichert Hartung.

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