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Sieben Jahre war der beliebte Pfarrer Karl Klein in der Pfarreiengemeinschaft, er hatte besonders zur Jugend einen guten Draht.

Beliebter Seelsorger verlässt Gemeinde

Abschied von Pfarrer Karl Klein: „Altenstadt war ein Geschenk für mich“

Nach sieben Jahren verlässt Pfarrer Karl Klein die Pfarreiengemeinschaft Altenstadt. Im Rahmen des Festgottesdienstes zum Patrozinium St. Michael wurde der beliebte Seelsorger verabschiedet. Am 1. November übernimmt der 37-Jährige die Pfarrei Neu-Ulm. Ihm folgt Sebastian Schmidt (34), derzeit noch Kaplan in Buchloe.

Altenstadt Karl Klein gestand, dass er vor sieben Jahren bei seiner Amtseinführung ein arges Muffensausen davor hatte, eine Pfarreiengemeinschaft mit über 5000 Katholiken zu übernehmen. Karl Klein war damals gerade einmal 30 Jahre alt. Er erinnerte an seine Predigt bei seiner Amtseinführung. Damals sprach er über Engel, die Boten Gottes. Karl Klein ist überzeugt, „dass mir die Engel den richtigen Weg gezeigt und mich beschützt haben“. Es falle ihm sehr schwer von den Menschen wegzugehen, die nicht immer Ja und Amen gesagt hätten. „Sie haben mich bereichert, mich aufgebaut und getröstet“. Es seien Menschen, die nicht hintenherum taktieren würden, sondern Menschen, die die Wahrheit sagten. „Wir brauchen Menschen, die das Herz auf der Zunge tragen und den anderen wertschätzen“. Klein sagte auch, er sei gerne hier, in Altenstadt sei er glücklich gewesen. „Es war ein Geschenk für mich.“

Hoch geschätzt und beliebt in den sechs Pfarreien

Bei all den Fürbitten wurde deutlich, wie hochgeschätzt und wie beliebt Karl Klein in den sechs Pfarreien ist. Alle waren sich einig in ihrer Hoffnung, dass Karl Klein in Neu-Ulm gut aufgenommen wird. Zum Schluss des Gottesdienstes, den der Kirchenchor mit der Jugendmesse in F von Joseph Haydn musikalisch gestaltete, überreichten die Vorsitzenden der sechs Pfarreien noch Präsente, von denen jedes einzelne eine besondere Bedeutung hatte. Gemeinsam sangen die Gottesdienstbesucher am Ende noch den Choral „Großer Gott, wir loben dich.“

Bei dem anschließenden Stehempfang in der Aula der Grundschule konnten sich die Mitglieder der Pfarreien noch persönlich von Karl Klein verabschieden. Einer davon war Bürgermeister Albert Hadersbeck. Die Bürgermeister aller Ortschaften hätten von Anfang an wahrgenommen, dass Klein ein guter Kontakt zur politischen Gemeinde sehr wichtig gewesen sei. Klein habe immer spüren lassen, dass er sich mit allen Gemeinden verbunden fühle.

Die Bürgermeister bedankten sich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit bei Baumaßnahmen und bei Grundstücksangelegenheiten. Hadersbeck und Kollege Norbert Essich lobten, dass die Kirche die Trägerschaft für die beiden Kindergärten in Altenstadt und Schwabbruck übernommen hat. Wörtlich sagte Hadersbeck, er wolle sich für Kleins Humor und dessen Begeisterung zur Glaubensverkündung, vor allem aber für dessen Sensibilität für PS-starke Fahrzeuge herzlich bedanken. „Wir hoffen, du behältst deine erste Pfarreiengemeinschaft in guter Erinnerung.“ Dazu passte das Stück „Freude für Freunde“, das der Gemeinschaftschor beim Empfang sang.

VON WALTER KINDLMANN

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