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Aus zwei Standorten wird einer: Grünes Licht für „Emter“-Zusammenlegung in Altenstadt

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Das Betriebsgelände der Firma „Emter/Öko-Power“ an der B 472: Rot umrandet ist der Erweiterungsbereich für Büro, Spedition und Werkstatt. © Kindlmann

Die Firma „Emter/Öko-Power“ will seine beiden Firmenstandorte künftig auf dem Betriebsgelände 2,7 Kilometer südwestlich des Siedlungsgebietes von Altenstadt zusammenlegen. Derzeit befinden sich Büro samt Spedition und Werkstatt noch an der Alpenstraße am südlichen Ortsausgang von Altenstadt.

Altenstadt – Thema „Emter“ in der jüngsten Sitzung des Altenstadter Gemeinderates: Ziel der Aufstellung des Bebauungsplanes und der damit verbundenen Änderung des Flächennutzungsplanes sei es, die beiden Firmenstandorte des Unternehmens auf einem Betriebsgelände zusammen zu legen und so Erweiterungen zuzulassen, erklärte Bürgermeister Albert Hadersbeck. Im Jahr 2022 ist der Bau einer Werkstatt mit Spedition für betriebseigene Lastwagen und eines Bürogebäudes geplant. Alle Anlagen, Gebäude und Nutzungen dienen ausschließlich betrieblichen Zwecken.

Die Firmenerweiterung am Produktionsstandort an der B 472 soll nach Osten hin erfolgen. Wie Bürgermeister Albert Hadersbeck erläuterte, umfasst der Umgriff der Bauleitplanung ausschließlich betriebseigene Flächen. Die Erweiterungsfläche östlich der Betriebsfläche stellt sich als intensiv genutztes Grünland dar und ist im Osten bewaldet. Die Fläche nördlich des derzeitigen Betriebsgeländes wird im Westen als Ackerland, im Osten als Fichten-Forst genutzt.

Auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderates hatte sich das Gremium mit den Stellungnahmen der Träger öffentliche Belange zu befassen. In diesem Fall waren es 33 Ämter, Behörden und Gemeinden, die Bedenken geäußert, Anregungen oder auch gleich ihr Einverständnis erklärt hatten. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten beispielsweise weist darauf hin, dass die Bewirtschaftung der angrenzenden Flächen nicht beeinträchtigt werden darf. Zudem weist das Amt darauf hin, dass bei allen Vorhaben der Verbrauch an landwirtschaftlichen Flächen auf ein Minimum zu reduzieren ist. Die Ausgleichsmaßnahmen, rund 8000 Quadratmeter, sollten möglichst nicht auf landwirtschaftlichen Flächen erfolgen.

Stadt Schongau hat Bedenken wegen des Geruchs

Die Stadt Schongau hat aufgrund wiederholter Beschwerden der Anwohner der nahen Wohngebiete in Schongau-West und Forchet Bedenken hinsichtlich der Geruchsimmissionen. Die Gemeinde Altenstadt weist in ihrer Stellungnahme darauf hin, dass die Genehmigungsbehörde für die Überprüfung und die Einleitung weiterer Schritte zuständig ist. Auf der Ebene der Bauleitplanung bestehe jedenfalls keine Veranlassung.

Die Gemeinde Burggen hat grundsätzlich keine Einwendungen und Bedenken, möchte aber wegen der zu erwartenden Lärmimmission auf eine dringend notwendige Abbiegespur hinweisen. Die Gemeinde Altenstadt weist darauf hin, dass aus Gründen der Verkehrssicherheit möglichst die Kreuzung WM 6/B 472 zeitnah umgebaut werden soll. Und falls es die Eigentumsverhältnisse zulassen, soll dabei auch eine Parallelanbindung des Bauleitplangebietes integriert werden.

Landwirtschaftliche Nutzung des alten Geländes geplant

Letztlich hat der Gemeinderat die Entwurfsfassung des Bebauungsplanes gebilligt und die öffentliche Auslegung sowie die erneute Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange beschlossen. Die bisherigen „Emter“-Einrichtungen an der Alpenstraße werden übrigens, so Juniorchef Stefan Emter, nach der Umsiedlung landwirtschaftlich genutzt.

VON WALTER KINDLMANN

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