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209 Unteroffizier- und Feldwebelanwärter haben in Altenstadt in der Franz-Josef-Strauß-Kaserne ihren Eid abgelegt.

Franz-Josef-Strauß-Kaserne

Vereidigung in Altenstadt: „Seien Sie wissbegierig und neugierig“

„Mit dem Schwur, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des Deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, haben Sie eine herausragende und nachhaltige persönliche Verpflichtung übernommen“: Das sagte Oberstleutnant Robert Badstübner bei der Vereidigung von 209 Unteroffizier- und Feldwebelanwärtern des Ausbildungsbataillons 3 in Altenstadt.

Altenstadt – Die Fahnenabordnung, der Fahnenzug und das Gebirgsmusikkorps, der Landtagsabgeordnete Harald Kühn, Landrätin Andrea Jochner-Weiß und die Bürgermeister aus Altenstadt und Umgebung, Vertreter der Veteranenvereine, der Schulen, der Behörden und der Polizei sowie die Eltern und Geschwister der Soldaten: Sie alle bildeten den Rahmen für die erste Gelöbnisfeier des neuen Jahres in der Franz-Josef-Strauß-Kaserne in Altenstadt.

Für Robert Badstübner war es die zweite Vereidigung als Kommandeur des Ausbildungsbataillons. Vor 20 Jahren, sagte er, habe er selbst den Eid abgelegt und dabei sehr schnell gemerkt, dass diese Worte wohl gewählt waren und den Tatsachen entsprechen. „Und gerade deswegen haben Sie sich nach meiner Bewertung für einen der schönsten Berufe entschieden, die es gibt.“

Die jungen Soldaten hätten heute auch geschworen, gegebenenfalls Gesundheit und im höchsten Fall das eigene Leben zur Verteidigung des Rechts und der Freiheit des deutschen Volkes einzusetzen. Badstübner appellierte an die Soldaten: „Seien Sie wissbegierig und interessiert, kritikfähig und selbstkritisch, zeigen Sie Kameradschaft, helfen Sie einander und unterstützen Sie sich gegenseitig. Die Schwächen des Einen sind die Stärken des Anderen.“ Nur wer zusammenhalte, könne erfolgreich sein.

Übergabe: Oberstleutnant Robert Badstübner nutzte die Gelegenheit, Dagmar Vogler die Schlüssel für das neu eingerichtete Betreuungsbüro zu übergeben.

Einen Einblick in die vor ihnen liegende Ausbildung der Lehrgangsteilnehmer gab anschließend Unteroffizier Pascal Brudschin. Viele seiner Kameraden seien am 2. Januar mit der Aussicht auf einen sicheren Job mit vielen Weiterbildungsmöglichkeiten zur Bundeswehr gekommen, andere mit der Erwartung, Disziplin, Ordnung und Sauberkeit zu lernen. Mittlerweile sei ihm klar geworden, dass die Bundeswehr weit mehr als ein Arbeits- und Ausbildungsplatz sei, an dem so einiges fürs Leben gelernt werden könne. „Es ist die Lebenseinstellung, die man hier erlangt, mit der wir nach außen Loyalität gegenüber unserem Land repräsentieren.“

Landrätin Andrea Jochner-Weiß indes freute sich darüber, dass die Gelöbnisfeier nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinde, sondern dass Bürger daran teilhaben können. Gelöbnisse in der Öffentlichkeit zeigten, dass die Bundeswehr fest in der Gesellschaft verankert sei und sei zudem sichtbarer Ausdruck des Respekts vor den jungen Menschen, die bereit seien, Verantwortung für Deutschland zu übernehmen.

Wie es sich für eine Gelöbnisfeier gehört, spielte das Gebirgsmusikkorps verschiedene Märsche, die deutsche Nationalhymne und die Bayernhymne sowie zum Gelöbnis den Choral „Bayerisches Militärgebet“. Beim anschließenden Empfang überreichte Oberst Baron von Bistram an Major Felix-Lothar Weller, stellvertretender Kommandeur des Ausbildungsbataillons, für seine Verdienste das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Silber. Oberstleutnant Badstübner nutzte derweilen die Gelegenheit, Dagmar Vogler symbolisch den Schlüssel für das Betreuungsbüro des Bataillons zu übergeben.

von Walter Kindlmann

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