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Altenstadt gibt grünes Licht für
einen Feneberg-Neubau

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Der Neubau auf 5200 Quadratmetern bekommt eine Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern (hell), links daneben die Stellplätze. In grau die alte MöbelCentrale.
Der Neubau auf 5200 Quadratmetern bekommt eine Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern (hell), links daneben die Stellplätze. In grau die alte MöbelCentrale. © Kindlmann

Der Aufhänger für die Neuaufstellung des Bebauungsplanes „Sonnenstraße – Nahversorgung Altenstadt“ ist die Verlagerung des Feneberg-Verbrauchermarktes. Geplant ist ein eingeschossiger Neubau mit von 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche zwischen der Sonnenstraße und der ehemaligen MöbelCentrale.

Altenstadt – „Das Sondergebiet ist auf eine Nahversorgung zugeschnitten“, sagte Bürgermeister Andreas Kögl auf der Sitzung des Gemeinderates am vergangenen Dienstagabend. Die Details für die Neuaufstellung des Bebauungsplanes erläuterte Gerd Strahlender, Diplom-Ingenieur aus Kissing.

Das für den Neubau vorgesehene Grundstück ist 5200 Quadratmeter groß. Die Firma Feneberg plant auf diesem Grundstück einen barrierefreien Lebensmittelmarkt mit Randsortimenten und integriertem Backshop mit einer Gesamtfläche von maximal 1200 Quadratmetern. Bisher verfügte Feneberg praktisch in unmittelbarer Nachbarschaft über eine Verkaufsfläche von 600 Quadratmeter.

Im Bebauungsplan ist alles geregelt

Das neue Gebäude neben der alten MöbelCentrale wird 50 Meter lang und sieben Meter hoch. Im Bebauungsplan ist auch exakt vorgegeben, dass der Neubau entweder verputzt oder mit einer Holzverschalung ausgebildet sein muss. Bei einer Dachneigung von fünf Grad ist lediglich ein Pult- oder ein Flachdach erlaubt.

Bürgermeister Andreas Kögl und Planer Gerd Strahlender erläuterten den Gemeinderäten Details zum Feneberg-Neubau.
Bürgermeister Andreas Kögl und Planer Gerd Strahlender erläuterten den Gemeinderäten Details zum Feneberg-Neubau.  © Kindlmann

Auf mindestens zwei Dritteln der Dachfläche sind Solarthermie- oder Photovoltaikanlagen umzusetzen. Die Anlagen sind in die Dachfläche zu integrieren oder als Aufständerung realisierbar, wobei sie nicht mehr als einen Meter über die Oberkante des Gebäudes hinausragen dürfen. Die nicht genutzte Dachfläche ist mit einer extensiven Dachbegrünung zu versehen.

Standplätze für Abfall- und Wertstoffbehälter sind in das Gebäude zu integrieren oder so einzuhausen, dass selbige von außen nicht sichtbar sind. Kfz-Stellplätze sind nur innerhalb der überbauten Grundstücksfläche zulässig. Sämtliche Stellplätze sind mit einem versickerungsfähigen Belag auszustatten.

Gemeinderäte haben noch Fragen

Vorgegeben ist auch eine Grünordnung: Danach sind Pflanzungen vom Grundstückseigentümer im Wuchs zu fördern und zu pflegen. Werbeanlagen sind nur innerhalb der überbaubaren Grundstücksfläche an den Gebäudefassaden unterhalb der Traufkante zulässig. So darf ein Werbepylon maximal sieben Meter über der natürlichen Geländeoberkante stehen und eine Flächengröße von maximal 13 Quadratmeter haben.

Nach den Ausführungen des Planers schaute Andreas Kögl in die Runde der Gemeinderäte: „Noch Fragen?“ Es gab welche.

Bernhard Schöner sieht in diesem Vorhaben einen wahnsinnigen Flächenverbrauch, „geradezu verschwenderisch“. Er tue sich schwer, ja oder nein zu sagen. Michael Dulisch meinte, in letzter Zeit sei im Rahmen der Innenverdichtung viel verbaut und umbaut worden.

Knappes Abstimmungs-Ergebnis

Konstantin Papamichail indes sagte, die Erweiterung des Feneberg-Marktes sei seiner Meinung nach möglich. Er verwies allerdings auf einen ähnlichen Markt, auf dessen Dach kleine Wohnungen gebaut worden seien. „Ein super Projekt.“ Bei der Planung des Feneberg-Marktes „hätten wir die Möglichkeit, statt einem ein- ein zweigeschossiges Gebäude mit kleinen Wohnungen vorzugeben“.

Mit neun zu sieben Stimmen hat der Altenstadter Gemeinderat schließlich der Neuaufstellung des Bebauungsplanes zugestimmt. Übrigens: Der Bebauungsplan kann auf der Internet-Seite der Gemeinde eingesehen werden.

Walter Kindlmann

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