Maximilian Sedlmeier, Chef der Maxbrauerei, und bisheriger Wirt der Gaststätte, ist froh, dass die Gaststätte weitergeführt wird. 
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Maximilian Sedlmeier, Chef der Maxbrauerei, und bisheriger Wirt der Gaststätte, ist froh, dass die Gaststätte weitergeführt wird. 

Die beiden Jungunternehmer und künftigen Gastwirte sind Matthias Kranzfelder und Dominik Jaud

Altenstadt: Maxbrauerei wird Dorfwirtschaft

Eine Dorfwirtschaft, in der man in gemütlicher Atmosphäre sein Feierabendbier trinken und eine zünftige Brotzeit machen kann: Das wird schon bald in der Altenstadter Maxbrauerei möglich sein. Der Gemeinderat hat schon mal grünes Licht gegeben.

Altenstadt – Dominik Jaud und Matthias Kranzfelder sind die beiden Altenstadter, die auf der jüngsten Sitzung des Altenstadter Gemeinderates den Antrag auf eine Gaststättenerlaubnis für die Brauerei-Gaststätte von Maximilian Sedlmeier beantragt haben. 20 Plätze sind innen und 30 außerhalb im Biergarten vorgesehen.

Kranzfelder und Jaud haben sich im Vorfeld viele Gedanken gemacht und in Absprache mit Sedlmeier bereits einiges in die kleine Gaststätte investiert. Die Gaststätte wurde innen mit neuem Anstrich versehen, das bisherige Mobiliar wurde komplett ausgetauscht, eine neue Kühltheke installiert und gegen die bisherige Zapfanlage ausgetauscht.

Brotzeiten aus regionalen Produkten

Das Bier aus dem Zapfhahn kommt aus dem Tank der Maxbrauerei. Für die Brotzeiten werden ausschließlich regionale Produkte verwendet. Gekocht wird nicht. Das Flaschenbier wird von Brauereien aus der Umgebung bezogen, so die Planungen.

Für das Rahmenprogramm haben die künftigen Gastwirte schon so ihre Vorstellungen: Mal eine Bier- oder Weinprobe, mal ein kleines Kabarett, ein Leseabend oder den Abend über regionale Bands. Wenn die Corona-Vorgaben es zulassen, wollen Jaud und Kranzfelder noch im Mai die Gaststätte eröffnen.

Die beiden Jungunternehmer und künftigen Gastwirte der Maxbrauerei: Matthias Kranzfelder (links) und Dominik Jaud.

Maximilian Sedlmeier, der bisherige Wirt, ist jedenfalls begeistert und froh, dass die beiden Altenstadter den Gastbetrieb nach ihren eigenen Vorstellungen weiterführen wollen. „Das sind zwei engagierte Männer“, meinte auch Altenstadts Bürgermeister Andreas Kögl. Dominik Jaud ist 31, Matthias Kranzfelder 33 Jahre jung.

Was die Gaststättenerlaubnis anbelangt, so waren sich die Mitglieder des Altenstadter Gemeinderates allerdings nicht einig. Helmut Horner beispielsweise plädierte dafür, die Erlaubnis ohne viele Vorgaben zunächst auf ein halbes Jahr zu begrenzen, um dann ein Resümee zu ziehen. Johann Deschler sieht Probleme in Sachen Parkplätze. Eventuell, so der Kommandant der Altenstadter Feuerwehr, müsste man auf der Lorenz-Straße ein Halteverbot anbringen.

Gespaltene Meinung im Gemeinderat

Michael Dulisch hingegen findet es gut, dass zwei junge Leute aus dem Ort sich derart engagieren. Er hält es allerdings für notwendig, wegen der Nachbarn den Gaststättenbetrieb „zunächst zu beobachten“. Konstantin Papamichail findet es geradezu vermessen, dort als Schiedsrichter aufzutreten. Er hat vorgeschlagen, die Gaststättenerlaubnis ohne Befristung zu erteilen. Auch Andreas Nuscheler hält von einer Befristung „gar nix“.

Altenstadts Bürgermeister Andreas Kögl meinte, es sei schwierig, eine einmal erteilte Genehmigung zurückzuziehen. Michael Haslach sieht in dem Vorhaben „eine Bereicherung für Altenstadt“. Zweite Bürgermeisterin Kathrin Högg erinnerte an Veranstaltungen, die bis in die Nacht hinein gedauert haben. Sie finde die Idee, die Erlaubnis auf eine bestimmte Zeit zu beschränken, gut.

Letztlich hat Altenstadts Bürgermeister vorgeschlagen, die Gaststättenerlaubnis zunächst auf eineinhalb Jahre zu begrenzen. Elf Gemeinderäte stimmten für diesen Vorschlag, fünf waren dagegen.

Walter Kindlmann

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