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Der Weg vom östlichen Zugang zur Basilika Altenstadt: Für Rollstuhlfahrer, Senioren mit Rollator oder Familien mit Kinderw agen sehr beschwerlich. Statt Kies möchte die Gemeinde einen etwa 1,8 Meter breiten geteerten Streifen.

Gemeinderat Altenstadt

Altenstadt möchte  Teerstreifen für den Basilika-Zugang

Der Zugang zur Altenstadter Basilika ist mit Kies aufgefüllt. Für Rollstuhlfahrer oder Menschen, die auf einen Rollator angewiesen sind, ist das auf dem Weg zum Gotteshaus ein echtes Hindernis. Das will die Gemeinde ändern: In einem Antrag an die Kirchenstiftung bittet die Gemeinde um einen behindertengerechten Zugang zur Basilika.

Altenstadt – „Für Rollstuhlfahrer ist das eine Zumutung“, sagte Altenstadts Bürgermeister Albert Hadersbeck in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Ohne Hilfe kommen Behinderte mit ihrem Rollstuhl oder Senioren mit Rollator nicht zur Basilika oder zu den Gräbern. Auf dem Kiesweg ist das nahezu unmöglich.

Wie Hadersbeck weiter erläuterte, habe die Kirchenstiftung schon einmal einen entsprechenden Antrag an das Bauamt im Bischöflichen Ordinariat in Augsburg gestellt. Getan hat sich bislang nichts. „Den Antrag hat jemand in der Schublade vergessen“, vermutet der Bürgermeister. Sein Fazit: „Die Diözese ist bei der Herstellung eines behindertengerechten Zugangs zur Basilika sehr zurückhaltend.“ Hadersbeck weiß auch, dass das Amt für Denkmalschutz von einem geteerten Weg nicht gerade begeistert ist.

Der Gemeinde schwebt zur Beseitigung dieses Kies-Hindernisses ein schmaler Streifen geteerter Weg vom östlichen Friedhofseingang zur Basilika vor. 1,5 bis 1,8 Meter breit. Vorbildlich habe dieses Problem die Gemeinde Denklingen gelöst, wusste mit Wilhelm Dreher, ein Dauerbesucher der Altenstadter Gemeinderatssitzungen, zu berichten. Dort wurde ein schmaler Weg mit feinem Pflaster ausgelegt. Nicht nur Rollstuhlfahrer tun sich dort leichter, auch mit dem Sargwagen könnte der Weg gut befahren werden.

Schließlich bat Hadersbeck den Gemeinderat zur Diskussion. Andreas Kögl vermutet, dass vielleicht wegen des mit einem Kinderwagen beschwerlich zu befahrenden Kiesweges hin zur Basilika verhältnismäßig wenig junge Familien beim Gottesdienst sind. Konstantin Papamichail sieht keinen Konflikt zwischen Baudenkmal und einem geteerten Zugang zur Basilika. Walter Bertl meinte, „Platten verlegen wäre vernünftig“.

Kirchenpfleger Richard Kögl sagte, an einem behindertengerechten Zugang sei die Kirchenstiftung schon länger dran. Allerdings habe sich das Vorhaben durch interne Vorgänge verzögert. Im übrigen finde er gut, dass die Gemeinde jetzt dieses Vorhaben anschiebt.

Schließlich hat der Gemeinderat beschlossen, dass Bürgermeister Hadersbeck und die Verwaltung sofort tätig werden und einen entsprechenden Antrag der Kirchenstiftung vorlegen. „Mit Nachdruck“, betont Hadersbeck.

Walter Kindlmann

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