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Garnelen sind eine begehrte Delikatesse.

Gemeinderat

Neues Konzept für Garnelenzucht in Altenstadt: Betreiber setzt jetzt auf Hochseecontainer

  • Elena Siegl
    vonElena Siegl
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Pläne für eine Garnelenfarm am Heizkraftwerk Altenstadt gibt es bereits seit 2013. Gezüchtet werden allerdings noch keine. Jetzt beschäftigte sich der Gemeinderat erneut mit dem Projekt. Es gibt ein neues Konzept.

Altenstadt – „Es geht weiter“, sagt Siegfried Schuster, Geschäftsführer des Heizkraftwerks Altenstadt. Gemeint sind die Pläne für die Garnelenzucht, über die wir in den vergangenen Jahren schon mehrmals berichtet hatten. Jetzt gibt es ein neues Baukonzept, für das vier Hochseecontainer verwendet werden sollen. Zwei der Container werden jeweils übereinandergestellt – und überschreiten dadurch die bisher zulässige Bauhöhe von sechs Metern um 21 Zentimeter, erklärte Bürgermeister Albert Hadersbeck in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Die neuen Pläne für die Pilotanlage lagen dem Gremium vor, um eine Befreiung von Festsetzungen des Bebauungsplanes zu erteilen. Großen Diskussionsbedarf gab es allerdings nicht. Schließlich gab es nur „eine kleine Änderung“ zum bereits zuvor genehmigten Bauantrag.

Simples, aber wirkungsvolles Konzept

„Es ist ein simples, aber wirkungsvolles Konzept. Die Hochseecontainer sind günstig zu erwerben und kommen außerdem der Statik des Gebäudes zu Gute“, kommentierte Hadersbeck. Die Gemeinderäte stimmten dem neuen Bauantrag einstimmig zu.

Siegfried Schuster vom Heizkraftwerk hält sich auf Nachfrage der Heimatzeitung zu den neuen Plänen bedeckt. „Wir probieren da etwas aus. Ich werde mich nicht zu Interna der Firmenentwicklung äußern“, so Schuster. Er verrät allerdings, dass der Außenausbau gut voranschreitet und es demnächst an den Innenausbau gehen soll – damit bald mit der Zuchtphase begonnen werden könne.

Ähnliche Äußerungen gab es allerdings auch schon im Herbst 2018 von Schusters damaligem Geschäftspartner Christian Grundner, der vor allem in der Anfangszeit dahinter war, dass beim Heizkraftwerk Garnelen gezüchtet werden. Er sprach damals von einem baldigen Baubeginn, so dass der baldigen Garnelenzucht nichts mehr im Wege steht. Seitdem war es wieder ruhig um die Garnelenfarm geworden. Grundner ist mittlerweile nicht mehr beim Heizkraftwerk Altenstadt beschäftigt, wie bei dem Unternehmen zu erfahren war.

Der erste Antrag für den Bau des „Garnelenhofs im Pfaffenwinkel“ wurde bereits im Jahr 2013 gestellt. Und der Gemeinderat hat schon damals den geänderten Flächennutzungsplan sowie den Bebauungsplan auf den Weg gebracht.

Dass noch immer keine Garnelen in Altenstadt gezüchtet werden, liegt unter anderem daran, dass sich das Projekt aufgrund der lange ungeklärten Zuschussfrage erheblich verzögert hat. Das Konzept wurde in dieser Zeit mehrmals geändert.

Wie berichtet, soll für die Garnelenzucht die vorhandene Infrastruktur genutzt werden. Das heißt konkret, die Wärme, die in den Kraftwerksturbinen nicht mehr verwendet werden kann und bisher einfach an die Umwelt abgegeben wurde, wird hergenommen, um das Wasser konstant bei 30 Grad zu halten. Den benötigten Strom stellt das Heizkraftwerk ebenfalls selber her.

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