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Einen soliden Haushalt präsentierten Kämmerer Sebastian Ostenrieder und der scheidende Bürgermeister Albert Hadersbeck.

Haushalt verabschiedet

Altenstadt nimmt kräftig Geld in die Hand

9,4 Millionen Euro beträgt der Haushalt der 3328 Einwohner zählenden Gemeinde Altenstadt in diesem Jahr. Er liegt damit um rund 600.000 Euro über dem des Vorjahres. Deshalb und wegen vorgesehener Investitionen muss die Gemeinde an die Rücklagen gehen.

Altenstadt – „Ein solider Haushalt trotz des hohen Investitionsvolumens“, befand Altenstadts Bürgermeister Albert Hadersbeck. Drei Millionen Euro werden in diesem Jahr investiert, 1,5 Millionen müssen dafür aus den Rücklagen entnommen werden.2,5 Millionen Euro bleiben trotzdem noch im Sparstrumpf der Gemeinde. Der Rathauschef dankte seinem Kämmerer Sebastian Ostenrieder für das 242 Seiten umfassende Mammutwerk, das nach den Vorgaben erstellt wurde. Für Albert Hadersbeck war es nach 18 Dienstjahren als Bürgermeister der letzte Haushalt.

Trotz der hohen Investitionen will die Gemeinde nicht an der Steuerschraube drehen; das hatte sie zuletzt im Dezember 2018 gemacht. Die Hebesätze für die Grundsteuer A und B bleiben bei 400, die bei der Gewerbesteuer unverändert bei 320 Prozentpunkten.

Die Schlüsselzuweisungen sind abhängig von der Steuerkraft der Gemeinde. Die liegt je Einwohner bei 1090 Euro. Vor 25 Jahren waren es lediglich 480 Euro. Danach richten sich auch die Schlüsselzuweisungen. Je höher die Einnahmen der Gemeinde, desto geringer werden die Schlüsselzuweisungen. Im Klartext: 2019 waren es noch 540.000 Euro, 2020 sind es 220.000 Euro weniger.

350 Euro Schulden pro Kopf

Was die Schulden anbelangt, so sind diese trotz der Investitionen von 1,5 auf 1,2 Millionen Euro gesunken. Bei 3328 Einwohner bedeutet dies eine Pro-Kopf-Verschuldung von 350 Euro. Zum Vergleich: Vor 15 Jahren waren es schon mal 1050 Euro.

Die Steuereinnahmen für das laufende Jahr hat Sebastian Ostenrieder sehr zurückhaltend kalkuliert. Den dicksten Brocken bei den Einnahmen bildet demnach der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer mit 2,1 Millionen Euro. 1,1 Millionen spült voraussichtlich die Gewerbesteuer in die Gemeindekasse, die Grundsteuern A und B zusammen 440 000 Euro.

Den größten Posten bei den Ausgaben bildet die von der Steuerkraft der Gemeinde abhängige Kreisumlage mit 2,2 Millionen Euro.

Gut drei Millionen Euro will die Gemeinde heuer investieren. Die größten Ausgaben bilden dabei die Neugestaltung des Marienplatzes mit 340 000 Euro, der Straßenbau in der Alpen- und Jahnstraße (325.000 Euro) und die Gestaltung der Sportanlagen in Schwabniederhofen (390.000 Euro). Weitere 320 000 Euro sind für den Erwerb von Grundstücken eingeplant. Zum Unterhalt des kirchlichen Kindergartens muss die Gemeinde in diesem Jahr 291.000 Euro zuschießen.

Geschlossen hat der Gemeinderat am vergangenen Dienstagabend dem Haushalt für das Jahr 2020 zugestimmt.

VON WALTER KINDLMANN

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